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Digitale Dokumentation

Thüringer Rettungskräfte sollen Patienten-Infos via Tablet an Klinik senden

In Thüringen können Rettungskräfte künftig in Echtzeit Daten und Informationen zum Patientenzustand an Kliniken übermitteln – und die Behandlungskapazitäten der Krankenhäuser abfragen. All das mittels Tablet. Das Land investiert dazu rund 2,5 Millionen Euro.

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Einsatz von Rettungskräften auf dem Land: Informationen zum Patientenzustand können in Thüringen künftig direkt an die Kliniken übermittelt werden.

Einsatz von Rettungskräften auf dem Land: Informationen zum Patientenzustand können in Thüringen künftig direkt an die Kliniken übermittelt werden.

© benjaminnolte / stock.adobe.com

Erfurt. Die medizinische Dokumentation bei Rettungseinsätzen und Krankentransporten auf Papier soll in Thüringen bald der Vergangenheit angehören. Kassenärztliche Vereinigung und Innenministerium gaben den Startschuss für ein einheitliches mobiles elektronisches System, mit dem landesweit rund 265 Rettungs- und Krankenwagen ausgerüstet und mit Kliniken vernetzt werden sollen.

Über das von der KVT entwickelte System „MEDiRETT“ können nach deren Angaben bereits während laufender Einsätze via Tablet wichtige Informationen zum Patientenzustand an die Kliniken übermittelt und die voraussichtliche Ankunftszeit der Fahrzeuge direkt in deren Notaufnahmen angezeigt werden.

Verbesserte Abläufe erhofft

Damit sei es möglich, frühzeitig etwa Schockräume vorzubereiten und das Behandlungsteam zu alarmieren. Überdies könnten online aktuelle Betten- und Behandlungskapazitäten der Krankenhäuser in Echtzeit abgefragt und auf dieser Basis die nächstgelegene geeignete Zielklinik angesteuert werden.

Von der digitalen Einsatzdokumentation versprechen sich Land und KVT verbesserte Abläufe bei der Versorgung von Notallpatienten. Aus Sicht von Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) kann der vereinfachte Austausch zwischen Rettungsdienst und medizinischen Versorgungseinrichtungen helfen, Leben zu retten.

Die KVT koordiniert die Umrüstung im Auftrag des Landes und kann dabei bereits auf Erfahrungen mit einem vergleichbaren System für alle Notarztfahrzeuge bauen. In die digitale Ausrüstung der Rettungs- und Krankentransportwagen investiert das Land bis Ende 2023 rund 2,5 Millionen Euro. Die ersten 90 Fahrzeuge werden in den nächsten Wochen zunächst in Ostthüringen sowie in den Städten Jena und Weimar ausgerüstet. (zei)

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