Kliniken

Uni-Campus Braunschweig abgesagt

Gemeinsame Mediziner-Ausbildung Fehlanzeige: Die Pläne für einen zusätzlichen Campus der Göttinger Uni-Medizin in Braunschweig sind auf Eis gelegt

Veröffentlicht: 12.02.2020, 17:56 Uhr

Göttingen. Die geplante Zusammenarbeit zwischen der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und dem Städtischen Klinikum Braunschweig bei der Mediziner-Ausbildung kann vorerst nicht realisiert werden. Grund sind rechtliche Probleme.

„Die rechtlichen Hürden für die Umsetzung eines zusätzlichen Ausbildungsstandortes der UMG in Braunschweig sind hoch“, erklärte jetzt der UMG-Vorstandssprecher und Dekan der Medizinischen Fakultät, Professor Wolfgang Brück.

60 Plätze mehr waren geplant

Die UMG zählt zu den größten medizinischen Fakultäten Deutschlands und bildet derzeit pro Jahr etwa 300 Studierende aus. Bislang war geplant, dass zum Wintersemester 2020/21 in Braunschweig ein zweiter klinischer Ausbildungsstandort eingerichtet wird, um zusätzliche Vollstudienplätze für Mediziner zu schaffen.

Das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur hatte diesen Plänen zugestimmt. Jährlich sollten 60 Studierende, die zuvor in Göttingen ihren vorklinischen Studienabschnitt sowie die ersten beiden klinischen Semester absolviert haben, in Braunschweig ihr Studium fortsetzen und mit dem dritten bis sechsten klinischen Semester und dem Praktischen Jahr abschließen können.

Fragen „intensiv geprüft“

Zur Vorbereitung der Kooperation hatten beide Einrichtungen gemeinsame Lenkungs- und Arbeitsgruppen eingerichtet, die die „zentralen strategischen und organisatorischen Fragen intensiv geprüft haben“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.

Als Haupthindernis hätten sich „rechtliche Rahmenbedingungen bei der Zusammenarbeit einer universitären Lehr- und Ausbildungseinrichtung mit einem kommunalen klinischen Maximalversorger“ herausgestellt.

Keine Ehe „auf die Schnelle“

Der Ärztliche Direktor des Städtischen Klinikums Braunschweig, Dr. Thomas Bartkiewicz, erläuterte, dass die bestehenden rechtlichen Voraussetzungen zweier gänzlich unterschiedlicher Rechtsformen sowie die satzungsgemäßen Zielsetzungen unterschiedlicher Einrichtungen rechtskonform aufeinander abgestimmt werden müssten. Dies sei auf die Schnelle nicht lösbar.

Die UMG halte aber weiterhin an ihrem Ziel fest, 60 zusätzliche Vollstudienplätze pro Jahr einzurichten. (pid)

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