Kritik an Landesregierung in Baden-Württemberg

Weniger Pflege-Azubis: Anbieterverband reagiert mit Schelte

Der Arbeitgeberverband bpa fordert die baden-württembergische Landesregierung auf, Pflegeschulen zu stärken und Vorgaben bei der Pflegeausbildung zu „vereinfachen“.

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Stuttgart. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) hat auf die deutlich sinkenden Ausbildungszahlen in der Pflege in Baden-Württemberg mit Vorwürfen gegen die Landesregierung reagiert. Das Sozialministerium hatte kürzlich mitgeteilt, dass die Zahl der Neuabschlüsse von Ausbildungsverträgen zur Pflegefachfrau/-mann im Vorjahr um elf Prozent im Vergleich zu 2021 gesunken sei.

Bundesweit ist ein Rückgang von sieben Prozent gemeldet worden. Obwohl bereits jetzt Personal fehle, breche nun auch noch die nächste Generation von Pflegekräften weg, heißt es in einer Mitteilung des bpa. Die Landesregierung finde für dieses „Desaster“ nur „beschönigende Worte“, meint die neugewählte Landesvorsitzende des bpa, Nicole Schliz. „Baden-Württemberg steuert auf eine massive Unterversorgung in der Pflege zu und die Landesregierung hat keinen Plan, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken“, glaubt Schliz. Der Verband vertritt nach eigenen Angaben bundesweit rund 13.000 Mitgliedseinrichtungen.

Der Verband sprach sich für „Sofortmaßnahmen“ aus, um Pflegeschulen zu stärken und die generalistische Pflegeausbildung zu „vereinfachen“. So müssten Pflegeeinrichtungen beispielsweise Praxiseinsätze für ihre Auszubildenden organisieren, etwa in Kinderkliniken oder Akut-Krankenhäusern. Entsprechende Kooperationen seien gerade für kleinere Träger und ambulante Dienste kaum aufzubauen. Der bpa fordert, die entsprechenden Vorgaben sollten „entschlackt“ werden. (fst)

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