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Projekt „Landungsbrücke"

Wenn die Seele leidet, sollen Fachkräfte für die Hamburger Jugendlichen da sein

Von der Schule in den Beruf: Diese Phase macht vielen Jugendlichen psychisch besonders zu schaffen. Ein Projekt in Hamburg schult Fachkräfte, damit diese die Betroffenen besser unterstützen können.

Veröffentlicht:

Hamburg. Den Übergang von der Schule in die Berufswelt erleben viele Jugendliche als psychisch belastend. Das Hamburger Projekt „Landungsbrücke – ich gehe meinen Weg“ hilft den Betroffenen in dieser Phase: Fachkräfte aus Schulen, Betrieben und der Jugendhilfe werden in die Lage versetzt, insbesondere Jugendliche in schwieriger sozioökonomischer Lage zu stärken.

Häufig fehlen diesen Jugendlichen Ansprechpartner, die ihnen helfen, mit Rückschlägen im Alltag umzugehen, etwa bei Schwierigkeiten im Ausbildungsbetrieb. Der Hamburger Ersatzkassenverband vdek verweist in diesem Zusammenhang auf Studien, wonach junge Menschen zunehmend unter psychischen Beeinträchtigungen oder Depressionen leiden. Hamburgs vdek-Leiterin Kathrin Herbst sieht „großen Handlungsbedarf, das seelische Wohlbefinden von jungen Menschen im Übergang von der Schule in den Beruf zu stärken".

Psychische Widerstandskraft wird gestärkt

Deshalb erlernen insgesamt 125 Lehrer, Ausbilder und Sozialpädagogen im Rahmen des bis Ende April 2025 laufenden Projektes praxisnahe Methoden, um die Jugendlichen dabei zu unterstützen, sichere Bindungen zu erleben, ihre psychische Widerstandskraft zu stärken und die Zukunft aktiv zu gestalten. Die Fachkräfte sollen sich untereinander vernetzen und das erworbene Wissen in ihren Institutionen verankern.

Die Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. wird für das Projekt hauptsächlich von den gesetzlichen Krankenkassen gefördert, ergänzt um die Sozial- und Schulbehörden, die Bundesagentur für Arbeit und Akteure der Renten- und Unfallversicherung. Auch Hamburgs neue Gesundheitssenatorin Melanie Schlotzhauer (SPD) begrüßte das Projekt, das nach Angaben der Initiatoren das „bundesweit bislang größte Vorhaben zur Förderung seelischen Wohlbefindens" für die genannte Übergangszeit ist. (di)

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