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Die Duftmarke: Bahn-Diät

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Es gibt gute Neuigkeiten bei der Bahn. Zumindest von den Besatzungen der Bordrestaurants. Sie nehmen das Heft des Handelns jetzt selbst in die Hand – was die eigene Verpflegung betrifft. Wer täglich mit Verspätungen, Zugausfällen, nicht funktionierenden Kühlungen und Kaffeemaschinen kämpft und den Gästen nur warme Kaltgetränke oder kalte Warmgetränke anbieten kann, der besinnt sich auf Do it Yourself.

Während Reisende stoisch auf ihrem Platz im Speisewagen ohne Speisen verharren und von einem kalten Bier und einer heißen Currywurst träumen, sitzen die Mitarbeiter gesellig beisammen und lassen es sich – bei in weiser Voraussicht zu Hause vorbereiteten Salaten, leckeren Bratensandwiches und Getränken aus der Kühltasche – gut gehen. Ein schlechtes Gewissen müssen sie nicht haben, denn ihr Zug verkehrt heute nicht nur ohne die Wagen 13 bis 33, sondern auch mit einem Bordrestaurant, das zwar eine Speisekarte an Bord hat, aber die Speisen darf man nur auf Fotos anschauen. Es gäbe also für die Mitarbeiter ohnehin nichts zu tun.

Wehleidige Patienten sollten sich die pfiffigen Bahn-Mitarbeiter zum Vorbild nehmen. In Zeiten nicht nur des Ärzte- sondern auch des Zahnärztemangels kann man auch mal einen wackeligen Zahn mit einem an der Türklinke befestigten Bindfaden und einem Ehepartner, der beherzt die Tür zuschlägt, extrahieren. Beim Bahnfahren stört die Lücke im Gebiss auf jeden Fall nicht. Im Bordrestaurant gibt es ja ohnehin nichts zu kauen.

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