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Erdbeben

Sumatra bittet Ärzte um Hilfe

Die Ärzte im Erdbebengebiet in Indonesien sind überfordert. Die Krankenhäuser benötigen dringend Chirurgen und Orthopäden.

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JAKARTA. Nach dem starken Erdbeben auf der indonesischen Insel Sumatra, bei dem am vergangenen Mittwoch mindestens 100 Menschen ums Leben kamen und 800 verletzt wurden, bitten die einheimischen Ärzte um Hilfe. Das Krankenhaus in dem besonders betroffenen Bezirk Pidie Jaya benötige dringend zusätzliche Orthopäden.

"Es sind schon Ärzte aus anderen Provinzen gekommen, aber uns fehlen Chirurgen", sagte Direktorin Erinda, die wie viele Indonesier nur einen Namen trägt. Die meisten Opfer kämen mit Knochenbrüchen. Um kleinere Verletzungen kümmerten sich 200 Ärzte in schnell eingerichteten Zeltkliniken.

Helfertrupps suchten unter den Trümmern nach weiteren Überlebenden. "Es ist ein Wettlauf mit der Zeit", sagte der Sprecher der Katastrophenbehörde, Sutopo Nugroho. Neben der Polizei war die Armee im Einsatz. Die Hilfsorganisation Oxfam verteilte Hygiene-Artikel und Plastikplanen, damit die Menschen ihre beschädigten Häuser wenigstens notdürftig abdecken konnten.

Rund 3000 Menschen verloren ihre Bleibe, wie der Sprecher der Katastrophenbehörde weiter erklärte. Insgesamt waren 10.000 über Nacht in Notunterkünfte in Moscheen und Schulen geflohen. Sie fürchteten, dass ihre Häuser weiteren Nachbeben nicht standhalten würden. Mehrere hundert Häuser seien bei dem Erdbeben zerstört oder beschädigt worden, sagte Sutopo.

Eigentlich ist die Region stärke Beben gewohnt, oft ohne Konsequenzen. Die Schäden waren dieses Mal wahrscheinlich so hoch, weil der Herd des Bebens nur wenige Kilometer unter der Erdoberfläche lag. Die betroffene Region liegt in der Provinz Aceh, die beim Tsunami 2004 massiv zerstört worden war. Damals kamen dort 180.000 Menschen um. (dpa)

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