Zwei Zottelpuppen sollen Kinder zu mehr Bewegung animieren

BERLIN (ami). Wie können Kinder, die dick werden, weil sie zuviel vor dem Fernsehgerät sitzen und nebenbei Süßes und Salziges in sich hineinfuttern, für die Themen Ernährung und Bewegung gewonnen werden? Über das Fernsehen. Die neue Puppenspiel-Serie "Peb und Pebber - Helden privat" will das Medium von einem Teil des Problems zu einem Teil der Lösung machen.

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Knallrot und zottelig klebt Peb vor der Glotze. Ununterbrochen stopft er Salzstangen und Kekse in sich hinein. Sein ebenfalls zotteliger, aber quietschgrüner Freund Pebber will spielen. Doch Peb hat nur Augen für das Fernsehprogramm.

Pech aber auch, daß er beim gedankenlosen Naschen aus Versehen die Fernbedienung verschluckt. So muß er vor Pebber davonlaufen, weil der angeblich dauernd umschalten will - durch Drücken auf Pebs Bauch. In Wirklichkeit freut sich Pebber, daß er seinen Freund doch noch zum Fangen-Spiel gewonnen hat.

Die kurzen Puppenspiel-Clips mit Peb und Pebber laufen von heute an zweimal täglich im Vormittagsprogramm von Super RTL. Den privaten Kindersender hat die Plattform Ernährung und Bewegung (peb) als Partner für ihr Präventionsprogramm gewonnen.

"Peb und Pebber sind außer Projekten in Kindertagesstätten und Vereinen ein zentraler Mosaikstein unserer Präventionsstrategie", sagte der peb-Vorsitzende Professor Erik Harms bei der Pressevorführung, die den Kinder- und Jugendarzt sichtlich amüsierte.

Daß bewußte, gesunde Ernährung und Bewegung Spaß machen können, sollen die beiden Zottelpuppen Kindern und Eltern nahebringen. Ob Peb und Pebber ihr Ziel erreichen, wird wissenschaftlich evaluiert, wie bei allen Maßnahmen der Initiative peb. Im Vorfeld wurde beim Test in zwei Grundschulklassen festgestellt, daß die Botschaften richtig verstanden werden.

Das Konzept für die Clip-Serie hat das in peb zusammenschlossene Bündnis von Ärzten, Politikern, Krankenkassen und anderen mit Ernährungswissenschaftlern, Pädagogen, Sportlern und TV-Experten entwickelt. Mit Super RTL fiel die Wahl auf einen Medienpartner, der die größte Reichweite bei den Drei- bis Sechsjährigen hat und zudem auch Kinder aus Problem-Zielgruppen sehr gut erreicht.

Doch Peb und Pebber sollen über das TV-Format hinaus wachsen. Begleitend zu den Sendungen werden auf der Internetseite www.pebundpebber.de Erläuterungen und Tips zur Umsetzung im Alltag bereitgestellt. Weitere Projekte mit den Puppen sind geplant, etwa in Kitas. "Kinderärzte können die Figuren auch in ihrer Praxis einbauen", sagte Harms.

Im Kampf gegen zunehmendes Übergewicht setzt die Initiative peb ausschließlich auf Prävention. Behandlungsangebote bestünden allenfalls für etwa ein Prozent der einen Million übergewichtiger Kinder in Deutschland, so Harms. "Prävention ist der einzige Weg", so der Pädiater.

Ein zuverlässiger Indikator seien die Einschulungsuntersuchungen. "Sie zeigen, daß die Fehlsteuerungen beim Ernährungs- und Bewegungsverhalten schon im frühesten Kindesalter beginnen." Mit Peb und Pebber will die Initiative gegensteuern.

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