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„ÄrzteTag“-Podcast

Wer sind eigentlich die Bremser bei der Ambulantisierung, Herr Schneider?

Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands setzt zurzeit viele Hebel in Bewegung, um die Ambulantisierung operativer Leistungen voranzubringen. Im „ÄrzteTag“ erläutert Robert Schneider vom SpiFa, welche Ziele der Verband verfolgt und wo die Bremser für diese Entwicklung sitzen.

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:
Robert Schneider, Hauptgeschäftsführer des Spitzenverbands Fachärzte Deutschlands: Im Vergleich werden in Deutschland immer noch viel mehr Leistungen stationär erbracht als im Ausland.

Robert Schneider, Hauptgeschäftsführer des Spitzenverbands Fachärzte Deutschlands: Im Vergleich werden in Deutschland immer noch viel mehr Leistungen stationär erbracht als im Ausland.

© Porträt: SpiFa | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

Mit einem dramatischen Tweet machte vor Kurzem der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) darauf aufmerksam, dass die Ampel-Koalition bei ihrem erklärten Ziel, für unnötig im Krankenhaus erbrachte Leistungen „zügig“ eine sektorengleiche Vergütung zu schaffen, nicht weiterkomme. Abgebildet wurde zuerst das Luftschloss Ambulantisierung, das sich dann unter Donnerhall in der Wirklichkeit auflöst, in der sich nichts bewegt.

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Im „ÄrzteTag“-Podcast erläutert der SpiFa-Hauptgeschäftsführer Robert Schneider, was den Spitzenverband aktuell umtreibt, dass er zurzeit auf vielen Kanälen für die Ambulantisierung trommelt. Die Fachärzte haben innerhalb der SpiFa-Mitgliedsverbände einen Katalog von nahezu 1500 Leistungen erarbeitet, die nach medizinischer Beurteilung ambulantisierbar sind und auf die die Auswahlkriterien nach Paragraf 115f SGB V zutreffen.

Der mit dem Krankenhauspflegeentlastungsgesetz beschlossene Paragraf 115f regelt die spezielle sektorengleiche Vergütung, die unabhängig davon erfolgen soll, ob eine Leistung ambulant oder stationär erfolgt – die „gleichlangen Spieße“, die von den Vertragsärzten schon lange gefordert werden.

Keine Einigung in der Selbstverwaltung

Dieser konsentierte Katalog der ambulant zu erbringenden Leistungen liege im Ministerium vor, sagt Robert Schneider im Podcast. Im internationalen Vergleich hänge Deutschland bei der Ambulantisierung weit hinterher, im Ausland würden viel mehr Leistungen regelhaft ambulant erbracht, die in Deutschland noch überwiegend im Krankenhaus verortet seien.

Über die Regelung im Paragraf 115f gebe es endlich die Chance, die Ambulantisierung voranzubringen, so Schneider weiter. Nachdem sich die Selbstverwaltung aus Deutscher Krankenhausgesellschaft, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und Krankenkassen nicht geeinigt habe, sei nun der Bundesgesundheitsminister am Zug, eine Rechtsverordnung zu erlassen, aber die werde immer wieder verschoben.

Im Podcast erklärt Schneider die Hintergründe für die Hängepartie. Der SpiFa agiert bei dem Thema gemeinsam mit der KBV, die Krankenkassen und die Deutsche Krankenhausgesellschaft stünden dagegen auf der Bremse. Warum es nicht sinnvoll wäre, zuerst die Klinikreform abzuwarten und dann die Ambulantisierung anzugehen, wie gerade bei den ambulanten Operationen der stationäre und der ambulante Sektor integriert werden könnten, wie ambulant tätige Ärztinnen und Ärzte eine zusätzliche Nachfrage nach ambulanten Op bewältigen könnten und wie sich der SpiFa ein Gesundheitssystem vorstellt, in dem „ambulant vor stationär“ tatsächlich gilt, diesen Fragen stellt sich der SpiFa-Hauptgeschäftsführer im Podcast.

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