„ÄrzteTag“-Podcast

Wie lässt sich eine faire Aufgabenverteilung in der Pandemie erreichen, Dr. Reuther?

Die Debatte um Vor- und Nachteile des dualen Versicherungssystems ist uralt und hat in der Corona-Pandemie neuen Zündstoff erhalten. PKV-Verbandsdirektor Dr. Florian Reuther stellt sich im Podcast der Kritik, die PKV sei in der Krise zu wenig aktiv geworden und erläutert, warum die Aufgabenverteilung zwischen Staat, GKV und PKV funktioniert.

Von Hauke GerlofHauke Gerlof Veröffentlicht: 22.09.2020, 13:21 Uhr
PKV-Verbandsdirektor Dr. Florian Reuther

PKV-Verbandsdirektor Dr. Florian Reuther

© PKV-Verband

Privat versicherte Patienten sind häufig gern gesehen in den Praxen, weil sie im Vergleich zu Kassenpatienten in vielen Fällen für dieselbe Leistung ein deutlich höheres Honorar einbringen. Gerade in der Corona-Pandemie, nach der ersten Welle, ist die private Krankenversicherung (PKV) von Ärzten immer wieder an den Pranger gestellt worden: Sie habe sich nicht angemessen beteiligt an den Pandemiekosten, hieß es und heißt es bis heute immer wieder – vor allem von KV-Vertretern.

Dahinter steckt der uralte Konflikt im dualen System, inwieweit die PKV an Infrastrukturkosten im Gesundheitswesen zu beteiligen wäre, die für gesetzlich Versicherte wie für privat Krankenversicherte vorgehalten werden. Im Podcast betont Dr. Florian Reuther, Verbandsdirektor der Privaten Krankenversicherungen, seine Auffassung, dass sich PKV-Unternehmen durchaus an den Pandemiekosten beteiligt haben – in Praxen wie Kliniken. Dabei erläutert er, wo etwa die Hygienepauschalen für den erhöhten Aufwand in Praxen greifen, wo neue telemedizinische Abrechnungsmöglichkeiten geschaffen wurden und dass die PKV – zumindest für medizinisch indizierte – Corona-Tests den Ärzten eine höhrere Honororierung bietet.

Außerdem gibt er einen Ausblick auf die geplante neue GOÄ und darauf, welche Vorbereitungen getroffen werden, damit die Umsetzung der neuen Gebührenordnung zumindest in der nächsten Legislaturperiode klappt. (Dauer 29:18 Minuten)
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