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DAK-Analyse

25 Prozent weniger Herzinfarkt-Patienten im März

Nach einer Untersuchung der DAK-Gesundheit gab es im März deutlich weniger Versicherte, die wegen eines Herzinfarkts ins Krankenhaus eingeliefert wurden, als im Vorjahresmonat.

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Alles bereit für die Versorgung bei Herzstillstand?

Alles bereit für die Versorgung bei Herzstillstand?

© © Mathias Ernert, Deutsche Retttung

Hamburg. Die Zahl der Einweisungen in ein Krankenhaus wegen Herzinfarkt hat im März dieses Jahres um rund 25 Prozent im Vergleich zu 2019 abgenommen. Das geht aus einer Auswertung der DAK-Gesundheit hervor.

Im Vorjahr seien im März bis zu 1200 DAK-Versicherte mit Herzinfarkt stationär aufgenommen worden, im laufenden Jahr waren es dagegen rund 800. DAK-Vorstandschef Andreas Storm nannte den starken Rückgang vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie „besorgniserregend“.

Die Kasse warnte davor, aus Angst vor einer Ansteckung bei Verdachtssymptomen nicht den Notruf zu wählen. Saisonale Abweichungen vom Durchschnitt kämen immer wieder vor, aber dieser starke Rückgang sei „sehr auffällig“.

Notfälle werden sicher versorgt

Anfang April hatten sich mehrere Fachgesellschaften der deutschen Herzmedizin an Bundesforschungsministerin Anja Karliczek gewandt. Betont wurde darin, die herzmedizinische Versorgung von Notfällen sei „allzeit sichergestellt“ und erfolge unter Beachtung der nötigen Quarantäne-Vorgaben.

„Kein Patient sollte aus Angst vor einer Infektion mit dem Corona-Virus auf die zwingend notwendige medizinische Hilfe in einem Krankenhaus verzichten“, hieß es in dem offenen Brief an die Ministerin.

Auch Zahlen aus dem Ausland legen nahe, dass Patienten den Gang in die Klinik meiden. So hat sich im März in den 17 österreichischen Herzkatheter-Zentren die Zahl der mit Herzinfarkt aufgenommenen Patienten um 40 Prozent verringert.

Pro Jahr erleiden in Deutschland rund 300.000 Menschen einen Herzinfarkt. Etwa 50.000 stürben daran, erinnert die DAK. (fst)

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Kommentare
Dr. Guenter Theis 23.04.202011:14 Uhr

Wenn wir den Denkansatz ändern wollten: das derzeit äußerst zurückgefahrene Leben, fast weltweit, scheint die Stress-Formen und Einwirkungen verändert zu haben, vorsichtig formuliert - womöglich treffender formuliert: dergestalt reduziert zu haben, dass der Stress-bedingte Anteil der Infarktauslöser sich beweisbar reduzieren ließ. Q.E.D.

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