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Behandlungsqualität

AOK bringt ihren „Gesundheitsnavigator“ auf Vordermann

Was demnächst in ganz großem Stil starten soll, macht die AOK schon länger: Versorgungs- und Behandlungsqualität auszuweisen.

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Berlin. Planmäßig soll im Mai der umstrittene Klinikatlas des Bundes starten, der mit dem Krankenhaustransparenzgesetz beschlossen wurde. Für den AOK-Bundesverband eine gute Gelegenheit, an das eigene, bereits etablierte Verzeichnisangebot qualitativ vielversprechender Leistungsanbieter zu erinnern. Der „AOK-Gesundheitsnavigator“ sei jetzt um neueste Zertifikate, Daten zu Mindestmengen komplexer Eingriffe sowie zur Behandlungsqualität aktualisiert worden, teilte der Verband am Mittwoch mit.

„Wir wollen mit unserem Online-Angebot besonders Menschen, die vor einer planbaren Operation stehen, aber auch einweisenden Ärztinnen und Ärzten eine Orientierungshilfe bei der Wahl der geeigneten Klinik geben“, so die Vorsitzende des AOK-BV, Dr. Carola Reimann. Viele Informationen, die der Klinikatlas des Bundes liefern soll, seien „schon jetzt verfügbar“. Darüber hinaus sind aber auch Arztpraxen in dem Portal gelistet.

Als Qualitätsindikatoren weist der „Gesundheitsnavigator“ den Angaben zufolge etwa die von der Krebsgesellschaft zertifizierten Zentren, neueste Op spezifische Fallzahlen oder auch die freiwillige Teilnahme der Kliniken am Endoprothesenregister aus.

Praxen mit „Prädikat“

Ambulante Versorgungsqualität wird etwa anhand der Praxen dokumentiert, die im AOK-Projekt „Qualität in Arztnetzen – Transparenz mit Routinedaten“ ein Qualitätssiegel erhalten haben. Die Praxisbewertung gründe sich auf 15 Kriterien, heißt es, unter anderem leitliniengerechte Pharmakotherapie oder die Vermeidung stationärer Einweisungen.

Für 53 Praxen werde „aktuell das ‚Prädikat Gold‘ wegen exzellenter Ergebnisse angezeigt“. 1.040 weitere Praxen aus 23 Arztnetzen seien „für überdurchschnittliche Ergebnisse mit dem ‚Prädikat Silber‘ gekennzeichnet“, so die AOK weiter; die Prädikatvergabe basiere auf einer Auswertung ambulanter Behandlungsdaten der über 27 Millionen AOK-Versicherten. (cw)

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