Direkt zum Inhaltsbereich

Ärzte dürfen Studie in der Kinderonkologie starten

BERLIN(HL). Erstmals hat der Bundesausschuss grünes Licht für eine von Ärzten initiierte Studie zum Off-Label-Use bei der Therapie krebskranker Kinder gegeben.

Veröffentlicht:

Das heißt, dass die Krankenkassen die Kosten für die Medikamente bezahlen, die in den betreffenden kinderonkologischen Indikationen keine Zulassung haben.

Der Off-Label-Use in der Pädiatrie und in der Onkologie ist ein häufiges Problem und stellt Ärzte vor Unsicherheiten. Ursache sind sehr kleine Patienten-Populationen, für die die Arzneimittelhersteller die hohen Kosten für klinische Studien scheuen. Mit dem WSG hat der Gesetzgeber vor zwei Jahren solche Studien ausdrücklich erlaubt. Sind sie von Ärzten und nicht vom Hersteller initiiert, müssen die Kassen die Kosten übernehmen.

Bislang gab es beim Bundesausschuss 30 Anträge für solche Studien. Sie waren jedoch unzulänglich konzipiert. Bei der jetzt geplanten Studie sollen bis 2015 300 Patienten eingeschlossen werden; die Follow-up-Phase soll bis 2019 laufen.

Lesen Sie dazu auch: Keine Ministerial-Medizin - das ist für den GBA sehr befriedigend

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

G-BA-Beschluss

Kein Zusatznutzen mehr für Orphan Drug Ivosidenib

Das könnte Sie auch interessieren
Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

© quantic69 | iStock

Politische Perspektive

Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

Anzeige | CSL Behring GmbH
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Abb. 1: Verlauf des Rett-Syndroms

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Rett-Syndrom

Diagnose und Verlauf einer herausfordernden Erkrankung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Schild, das den Weg zum nächsten WC anzeigt.

© fritz / Fotolia

Nicht jede Diarrhoe geht von allein

Akuter Durchfall: Wann mehr als Teefasten nötig ist