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Kommentar – Gemeinsame Grundsätze

Ärzte und Kirche bei Palliativversorgung vereint

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

Das kommt auch nicht alle Tage vor: Ärzte vom Weltärztebund und der Bundesärztekammer im Schulterschluss mit der Katholischen Kirche. Es geht um die Rolle der Palliativversorgung Sterbenskranker.

Die Entwicklung in anderen Ländern wie den Niederlanden hin zu mehr Akzeptanz von ärztlicher Sterbehilfe oder gar Euthanasie hat die Ärzte argumentativ in die Defensive gebracht. Sie sehen assistierten Suizid nicht als ärztliche Aufgabe an.

Insofern stärkt der grundsätzliche Ansatz der Kirche, Euthanasie abzulehnen, ohne einen offensichtlichen Sterbevorgang durch lebensverlängernde Maßnahmen unnötig verlängern zu wollen, die Position der Ärzteschaft.

Etwas anderes ist es mit dem hehren Wunsch, dass in Zukunft auch den 80 Prozent der Weltbevölkerung Palliativversorgung zustehen sollte, die bisher noch keinen Zugang dazu haben.

Fakt ist: In vielen Ländern gibt es sicher drängendere Probleme, die gelöst werden müssen, so zynisch das klingt. Ökonomisch betrachtet ist Palliativmedizin letztlich ein superiores Gut, das erst wohlhabendere Gesellschaften auf der Agenda haben. Das zeigt nicht zuletzt die Entwicklung der Palliativversorgung mit Hindernissen in Deutschland exemplarisch.

Lesen Sie dazu auch: Weltärztebund: Palliativmedizin für alle Menschen!

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