Kampagne „Knochen.Stark.Macher“

Aktionsbündnis kämpft für DMP Osteoporose

Das neu gegründete „Aktionsbündnis Osteoporose“ will mit der Kampagne „Knochen.Stark.Macher“ dafür sorgen, dass die Erkrankung mehr Aufmerksamkeit bekommt. Auch will es sich für systematische Screenings stark machen.

Veröffentlicht: 07.09.2020, 16:46 Uhr
Osteoporose frühzeitig und strukturiert behandeln – Ärzte sollen sich stärker am DMP beteiligen.

Osteoporose frühzeitig und strukturiert behandeln – Ärzte sollen sich stärker am DMP beteiligen.

© Mathias Ernert, DRK Klinik, Baden-Baden

Berlin. Geschätzt 6,3 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Osteoporose. Darauf macht das „Aktionsbündnis Osteoporose“ aufmerksam, das sich am Montag gegründet hat. Zu den Unterstützern der Kampagne „Knochen.Stark.Macher“ zählen die Deutsche Gesellschaft für Osteologie und der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie.

Mit der Aktion, die vom Bundesgesundheitsministerium und mehreren Mitgliedern des Gesundheitsausschusses des Bundestages unterstützt wird, soll der Krankheit Osteoporose in der politischen Öffentlichkeit Aufmerksamkeit geschaffen werden.

Ziel ist unter anderem, die Implementierung des im Januar 2020 vom Gemeinsamen Bundesausschuss beschlossenen Strukturierten Behandlungsprogramms (DMP) zu beschleunigen. Auch für systematische Screenings auf Osteoporose will sich das Aktionsbündnis stark machen, heißt es in einer am Montag verbreiteten Mitteilung.

KVen sind gefordert

„Mit dem derzeitigen Tempo bin ich nicht zufrieden“, sagte der CDU-Gesundheitspolitiker Alexander Krauß am Montag. Jetzt seien die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Krankenkassen gefordert. „Ich hoffe, dass sich dann viele Patienten einschreiben, sodass dadurch Knochenbrüche verhindert werden können“, sagte Krauß. Gerade Haus- und Frauenärzte sollten für die Erkrankung sensibilisiert werden.

Das Aktionsbündnis verweist auf Untersuchungen, ausweislich derer jede dritte Frau und jeder fünfte Mann über 50 Jahre einen Knochenbruch aufgrund fortgeschrittenen Knochenschwunds erleide.

Die Kosten für die Sozialsysteme und die Wirtschaft sind erheblich. 11,3 Milliarden Euro haben die Krankenkassen im Jahr 2017 für die Behandlung von Knochenbrüchen in Folge von Osteoporose-Erkrankungen ausgegeben. 1,38 Millionen Krankheitstage wurden in diesem Zusammenhang gezählt.

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