Direkt zum Inhaltsbereich

Festlegung durch das Innenministerium

Bayerns Nord-Telenotarztzentrale kommt nach Würzburg

In anderen Bundesländern sind Telenotärzte schon dabei, Menschen per Videostream zu helfen. Im Freistaat steht nach vier Jahren Vorlauf erst fest, wo der Standort im Norden sein wird.

Veröffentlicht:
In einzelnen Bundesländern sind Telenotärzte bereits operativ am Start. Im Norden Bayerns soll der Rollout erst 2026/2027 kommen.

In einzelnen Bundesländern sind Telenotärzte bereits operativ am Start. Im Norden Bayerns soll der Rollout erst 2026/2027 kommen.

© Swen Pförtner/dpa

München/Würzburg. Würzburg wird Standort der zweiten sogenannten Telenotarztzentrale in Bayern. „Damit kann der sukzessive Ausbau des Telenotarztes im Freistaat zügig vorangetrieben werden“, teilte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) mit. „Da der Zuständigkeitsbereich in großen Teilen ländlich geprägt ist, wird dieser in besonderem Maße vom Telenotarzt profitieren.“

Nach aktueller Planung ist der Beginn des Rollouts am Standort Nord zum Jahreswechsel 2026/2027 vorgesehen, die Vorbereitungen sollen laut Innenministerium jedoch bereits jetzt anlaufen. „Im Fokus steht zunächst die erfolgreiche Inbetriebnahme des ersten Telenotarzt-Standorts in Bogen. Dort soll der technische Testbetrieb noch vor Weihnachten 2024 eingeleitet werden“, sagte Herrmann.

Andere Bundesländer sind weiter als Bayern

Im Februar 2020 hatte das bayerische Kabinett erstmals die Einführung einer Telenotarztstruktur in Bayern beschlossen. Damals hieß es noch, dass schon ab Mitte 2022 Telenotärzte in ganz Bayern die Behandlung von Notfallpatienten verbessern sollten. In anderen Bundesländern wird das Konzept bereits erprobt – etwa in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Hessen und Sachsen-Anhalt.

Konkret sieht das Konzept wie folgt aus: Mit Einverständnis des Patienten kann der Rettungsdienst, bevor der „echte“ Notarzt eintrifft, Fotos, Videos und medizinische Werte wie ein EKG an Telenotärzte etwa in den Leitstellen übertragen. Diese können dann Anweisungen für die Behandlung der Patienten geben und Medikamente anordnen.

Standort soll für zehn Rettungsdienstbereiche zuständig sein

Der neue Standort Nord wird für zehn Rettungsdienstbereiche zuständig sein (Bamberg-Forchheim, Bayreuth/Kulmbach, Coburg, Hochfranken, Ansbach, Mittelfranken Süd, Nürnberg, Bayerischer Untermain, Schweinfurt, Würzburg). „Der Standort im Rettungsdienstbereich Würzburg bietet die idealen Voraussetzungen dafür, eine ausreichende Anzahl an qualifizierten Fachärzten für eine Tätigkeit als Telenotarzt zu gewinnen. Zudem werden die technischen Anforderungen an die Auswahl des konkreten Standorts in der Region unproblematisch erfüllt werden können“, sagte Herrmann.

In einem weiteren Schritt wird nun voraussichtlich ab dem ersten Quartal 2025 die Ausschreibung eines Standortbetreibers durch den Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Würzburg vorbereitet. (dpa)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Logo Digiteneers - Vertidisan

© Digitineers

Digitineers

Bei Schwindel – Vertidisan®: Die Therapie-App

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Logo Cardisio

© Doctolib

Doctolib

Mehr Service: KI-Assistenz rund um die Privatbehandlung

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

© Paolese / stock.adobe.com (Model mit Symbolcharakter)

Neuer Therapieansatz bei erektiler Dysfunktion

Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Kranus Health GmbH, München

Weniger Bürokratie

Wie nützt Digitalisierung?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Besser als Atemtherapie?

Supragastrisches Aufstoßen lässt sich mit Gesang vertreiben

Lesetipps
Koloskopie, Blick auf den Monitor

© Issara - stock.adobe.com

Anstoß zur Diskussion

Darmkrebs: Ist die koloskopische Überwachung falsch aufgestellt?

Ein Arzt zählt mit den Fingern bis Drei.

© Arnéll Koegelenberg/peopleimages.com/stock.adobe.com

Regionaler Multimorbiditäts-Vergleich

Wo es relativ viele Ü-50-Jährige mit drei oder mehr chronischen Erkrankungen gibt