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Chef der KV Nordrhein

Bergmann fordert: Politik und Kassen müssen Alternativen zur Notfall-Gebühr in der Pädiatrie nennen

Die Diskussionen über eine Notfallgebühr für Bagatellfälle in der Pädiatrie reißen nicht ab. Nun fordert KVNo-Chef Bergmann konkrete Alternativ-Vorschläge von denjenigen, die keine Gebühr wollen.

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Auf Alternativvorschläge aus der Politik wartet Dr. Frank Bergmann.

Auf Alternativvorschläge aus der Politik wartet Dr. Frank Bergmann.

© KV Nordrhein

Düsseldorf. Wenn Politik und Krankenkassen die Einführung einer Gebühr für den kinderärztlichen Notdienst ablehnen, dann müssen sie konkrete Vorschläge machen, welche anderen Steuerungsmöglichkeiten es gibt und wie sie finanziert werden können. Das findet der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNo), Dr. Frank Bergmann.

Mit seiner Forderung nach einer Gebühr für Eltern, die den ohnehin schon stark belasteten Kindernotdienst bei Bagatellerkrankungen in Anspruch nehmen, hat der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Dr. Thomas Fischbach, für heftige Diskussionen gesorgt.

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„Grundsätzlich habe ich Verständnis für die Kritik des ärztlichen Kollegen am Umgang mit notärztlichen Ressourcen“, sagt Bergmann jetzt. „Wir beobachten schon seit Längerem, dass vor allem auch der ambulante Kindernotdienst immer häufiger nicht nur bei mittelschweren bis schweren Erkrankungen, sondern auch bei leichten Störungen in Anspruch genommen wird.“ Oft sei der Grund mangelnde Erfahrung im Umgang mit leichten Infekten.

Sinnvolle Steuerungsinstrumente sind vonnöten

Er verweist auf die positiven Erfahrungen der KVNo mit der Videosprechstunde in kinderärztlichen Notdienst im vergangenen Winter. Durch die Online-Beratung war bei fast der Hälfte der Eltern kein Besuch in der Notdienstpraxis mehr nötig. Ein solches Angebot will die KVNo auch im kommenden Winter bereitstellen. Allerdings fehle es an einer gesicherten Finanzierung für die flächendecken Etablierung dieser Videosprechstunden, kritisiert Bergmann.

„Auf jeden Fall ist eine sinnvolle Steuerung von Patientinnen und Patienten wegen der immer begrenzteren personellen Ressourcen im Notdienst dringend erforderlich.“ Was er genau von der vorgeschlagenen Gebühr hält, teilt Bergmann nicht mit. Erfolgen könnte die Steuerung seiner Meinung nach über Instrumente wie die Videosprechstunde im Kindernotdienst oder ein Ersteinschätzungsverfahren, das Anliegen von Patientinnen und Patienten sinnvoll filtern kann. (iss)

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