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Pädiatrie

Berlin will U-Vorsorgen zur Pflicht machen

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Berlin. Berlin plant, U-Untersuchungen bei Kindern und Jugendlichen obligatorisch zu machen. Das Gesetz zur „Stärkung der Kinder- und Jugendgesundheit“ befinde sich noch in interner Abstimmung, schreibt „Der Tagesspiegel“. Es soll dafür sorgen, dass Fälle von Missbrauch und Gewalt früher erkannt werden.

Auch Genitalverstümmelungen bei Mädchen sollen durch die verpflichtende regelmäßige Vorstellung beim Pädiater verhindert werden. Das gehe aus der Antwort der Gesundheitsverwaltung auf eine schriftliche Anfrage der AfD-Fraktion im Abgeordnetenhaus hervor, die der Zeitung eigenen Angaben zufolge vorliegt. Danach seien 2016 insgesamt „unter 20 Berlinerinnen“ mit der Hauptdiagnose Genitalverstümmelung entlassen worden, 2017 seien es „unter zehn“ gewesen.

Um Eltern dazu anzuhalten, regel-mäßig die U-Untersuchungen in Anspruch zu nehmen, werden sie in Berlin für die U1 bis U9 schriftlich eingeladen. Die Pädiater dokumentieren es, wenn Kinder bei den Untersuchungen waren, und geben eine Rückmeldung an die Zentrale Stelle bei der Charité. Werden die Untersuchungen nicht genutzt, wird den Eltern ein Hausbesuch und bei Bedarf Beratung und Unterstützung angeboten. (juk)

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