Corona-Kita-Rat

COVID-19-Neuinfektionen in Kitas nehmen deutlich zu

Zahl der Fälle in der Altersgruppe zwischen null und fünf Jahren hat sich seit Mitte Februar vervierfacht.

Veröffentlicht:
Viele Kitas sind wieder geöffnet. Auch dort steigen die Infektionszahlen.

Viele Kitas sind wieder geöffnet. Auch dort steigen die Infektionszahlen.

© Rolf Vennenbernd / dpa

Berlin. In den Kitas in Deutschland sind nach Angaben von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey im Schnitt momentan etwa 75 Prozent der Plätze belegt.

Die SPD-Politikerin sprach am Dienstag nach Beratungen mit Vertretern von Bund, Ländern, Kommunen, Gewerkschaften, Eltern und Kindertagespflege im „Corona-Kita-Rat“ von einer regional unterschiedlichen Lage. Sichtbar sei aber in allen Bundesländern, so wie in der Gesamtbevölkerung, auch in Kitas und unter Kita-Kindern eine deutliche Zunahme von Neuinfektionen.

Die Anzahl der übermittelten Fälle in der Altersgruppe von 0 bis 5 habe sich seit Mitte Februar vervierfacht. In der vergangenen Woche seien 6318 Fälle in dieser Altersgruppe gemeldet worden, bei rund drei Millionen Kita-Kindern in etwa 56 .000 Einrichtungen.

Hohe Quote bei Impfeinladungen

Fast alle Kita-Fachkräfte hätten mittlerweile eine Einladung zum Impfen bekommen und viele Erstimpfungen seien bereits erfolgt, sagte Giffey. Sie forderte erneut, dass auch Kita-Kinder verstärkt in das Testen einbezogen werden. Inzwischen seien auch Spucktests zugelassen, die „absolut kindgerecht und zumutbar“ seien. Die Länder müssten diese beschaffen und nicht nur den Fokus auf die Schulen legen.

Man wolle alles versuchen, um den Kita- und Schulbetrieb aufrecht zu erhalten, wegen der schweren psychischen Belastungen und Stresssituation für Eltern und Kinder bei geschlossenen Einrichtungen. „Deswegen haben wir keine andere Möglichkeit, als das Testen deutlich auf die Kita-Kinder auszuweiten.“

Kinder übertragen das Virus wahrscheinlich seltener

Giffey sprach außerdem über erste Ergebnisse aus der laufenden Corona-Kita-Studie. Diese zeigten, dass Kita-Kinder wahrscheinlich das Virus seltener an ihre Kontaktpersonen weitergäben als Erwachsene. Sie kündigte dazu weitere Ergebnisse für Mai an.

Der „Corona-Kita-Rat“ war Ende August ins Leben gerufen worden. Er berät einmal im Monat über die Lage. Begleitend gibt es die Kita-Studie, die vom Deutschen Jugendinstitut und dem Robert Koch-Institut umgesetzt wird. Sie erforscht die Rolle von Kindern im Infektionsgeschehen. (dpa)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Rheumatoide Arthritis

Langzeitdaten zur Rheuma-Prävention mit Abatacept publiziert

Pro & Contra

Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München

Chronisch kranke Kinder

Mangelernährung frühzeitig erkennen und konsequent angehen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Danone Deutschland GmbH, Frankfurt/Main
Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

© Olia / Generated with AI / stock.adobe.com

Neurologische Entwicklungsstörung

Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Pro & Contra

Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?

Lesetipps
Digitale Integration: In der elektronischen Patientenakte sollen sämtliche Befunde, Verordnungen und Behandlungsstationen eines Patienten gespeichert werden. Den mündigen Umgang damit, müssen viele erst noch lernen.

© Andrea Gaitanides / stock.adobe.com

Datenschutz im Praxisalltag

ePA 2026: Schutzlücken bleiben – wie sie im Alltag umschifft werden können

Ein Arzt tröstet eine Patientin.

© Anastasiya / stock.adobe.com

Kollegialer Rat

Empfehlungen für das Überbringen schlechter Nachrichten