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Rauchen aufgeben

DKFZ: „Tabakfreies Deutschland keine Utopie mehr“

Schluss mit dem Tabakkonsum: Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat ein Strategiepapier vorgelegt, wie die Zahl der Raucher reduziert werden kann.

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Stopp mit dem Rauchen: Die Strategie des Deutschen Krebsforschungszentrums sieht eine Erhöhung der Tabaksteuer um mindestens zehn Prozent vor.

Stopp mit dem Rauchen: Die Strategie des Deutschen Krebsforschungszentrums sieht eine Erhöhung der Tabaksteuer um mindestens zehn Prozent vor.

© Brian Jackson / stock.adobe.com

Heidelberg. Weg mit der Tabak-Werbung und her mit der Einheitsverpackung ohne Markenlogos: Eine Gruppe von Krebsforscherinnen hat die Bundesregierung aufgefordert, den Tabakkonsum durch strenge Vorschriften und Maßnahmen zu reduzieren.

Ein „tabakfreies“ Deutschland im Jahr 2040 sei „keine Utopie“, heißt es in einer am Donnerstag publizierten Strategie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), der Deutschen Krebshilfe und weiterer Organisationen. Sie monieren, dass Deutschland „Schlusslicht in der Tabakkontrolle“ sei – andere Staaten machten deutlich mehr Druck, um die Raucherzahlen zu drücken.

Derzeit raucht etwa jeder vierte Erwachsene in Deutschland regelmäßig. Dieser Wert könnte aus Sicht der Wissenschaftlerinnen durch entschlossenes Handeln der Politik in knapp zwei Jahrzehnten auf fünf Prozent der Erwachsenen und zwei Prozent der Jugendlichen gedrückt werden.

„Tabakfrei“ bedeutet hier nicht null Prozent, unter anderem weil viele Kettenraucher wohl nicht von ihrer Sucht loskommen werden und es für ein legales Produkt immer Abnehmer geben wird.

Jährlich Milliardenschäden

Die Fachleute schlagen vor, die Tabaksteuer deutlich anzuheben, damit ein höherer Preis eine abschreckende Wirkung hat. Mindestens um zehn Prozent solle die Tabaksteuer pro Jahr steigen, lautet ihre Forderung. Bisher plant die Bundesregierung für 2022 bis 2026 nur mit Anhebungen von circa 2,5 Prozent per annum auf normale Zigaretten.

Außerdem sollte Tabakwerbung aus Sicht der Forscherinnen komplett verboten werden. „Es soll der Tabakindustrie erschwert werden, ihre gesundheitsschädlichen Zigaretten als attraktive Lifestyle-Produkte zu verkaufen“, sagt Katrin Schaller vom DKFZ.

Das umfangreiche Strategiepapier ist als Wortmeldung für die Bundestagswahl und die danach anstehenden Koalitionsverhandlungen gedacht. Aus Sicht der Forscherinnen entstehen Deutschland durch die Folgen des Tabakrauchens jedes Jahr hohe Milliardenschäden, etwa weil Menschen frühzeitig sterben, erkranken oder arbeitsunfähig werden. (dpa)

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