Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar – DVG

Digitale Positionsbestimmung

Wolfgang van den BerghVon Wolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Seit gut einem Monat liegt der Referentenentwurf für ein „Digitale Versorgung“-Gesetz (DVG) auf dem Tisch. Das, was anfangs euphorisch als Meilenstein in der Gesundheitsgesetzgebung gepriesen wurde, findet zunehmend Kritiker, nicht ganz ohne Grund.

Ärzte-Organisationen gehen die Mitwirkungsrechte der Kassen zu weit. Zudem wettern sie gegen zusätzliche Honorarkürzungen, die drohen, wenn sich Kollegen nicht bis März 2020 an die Telematikinfrastruktur angeschlossen haben.

Krankenkassen bemängeln die starke Position des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und fordern eine stärkere Einbindung des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA). Und die freie Preisgestaltung für verschreibungsfähige Apps ist ihnen sowieso ein Dorn im Auge. In die gleiche Kerbe schlägt das IQWiG, das sogar von einem Interessenkonflikt spricht, in den das BfArM gerät – einerseits als Prüfinstanz, andererseits als Entscheider über die Erstattungsfähigkeit.

Eine bunte Gemengelage. Dass es dabei nicht nur um Altruismus geht, dürfte jedem klar sein. Einigkeit gibt’s in einem Punkt: mehr Tempo bei der Einführung digitaler Anwendungen. Da könnte auch die Neu-Besetzung an der Spitze der gematik ein wichtiger Mosaikstein sein.

Lesen Sie dazu auch: KBV: Digitalisierung nicht den Kassen überlassen "Digitale Versorgung"-Gesetz: Entwurf mit analogen Krücken? KV Nordrhein bleibt skeptisch: „Das DVG hat es in sich“

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Änderungsantrag beschlossen

Bundestag verschärft Terminmeldepflicht für Praxen

Das könnte Sie auch interessieren
Geldschein, teilweise bedeckt von Stethoskop

© photocrew / stock.adobe.com

Kostenstrukturanalyse

Privatanteil an den Einnahmen geht leicht zurück

Logo Beyond Imaging

© Beyond

Beyond Imaging

KI-gestützte Prostata- und Kopf-MRT

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Logo Diagnostic Results

© Diagnostic Results

Bioeksen

Molekulare PCR-Diagnostik am PoC

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

© Paolese / stock.adobe.com (Model mit Symbolcharakter)

Neuer Therapieansatz bei erektiler Dysfunktion

Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Kranus Health GmbH, München

Weniger Bürokratie

Wie nützt Digitalisierung?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Muster 16. DiGA-Verordnungen sind als „Gebühr frei“ zu kennzeichnen (1). Im BVG-Feld (2) steht eine „6“, wenn nach Bundesversorgungs- oder -entschädigungsgesetz Anspruch auf die Verordnung besteht. Im Verordnungsfeld (3) darf maximal eine DiGA verordnet werden. Anzugeben sind „Digitale Gesundheitsanwendung“, die PZN und der Name der jeweiligen DiGA [7].  Pfizer Deutschland GmbH

© Pfizer Deutschland GmbH

Chronischer Schmerz: Digitalisierung hält Einzug

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

„ÄrzteTag“-Podcast

Wie können Ärzte Einsamkeit erkennen und ansprechen, Professor Adli?

Lesetipps
Ausgestreckte Hand gegenüber einer Impfspritze.

© anyaivanova / Getty Images / iStock

Überprüft

5 Mythen übers Impfen im Faktencheck

Lipoprotein(a)-Partikel

© Juan Gärtner / stock.adobe.com

Cholesterin

Intensive LDL-Senkung bei hohem Lp(a): Warum das schwierig werden kann