Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Endlich raus aus der Illegalität

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

Das Problem ist seit Jahren bekannt. Ärzte in der palliativmedizinischen Versorgung, die todkranke Patienten zu Hause oder auch im Pflegeheim betreuen, bewegen sich häufig am Rande der Lega lität, wenn sie rund um die Uhr eine adäquate Schmerztherapie gewährleisten wollen.

Nachts und am Wochenende ist der Apotheker vor Ort häufig nicht greifbar oder das verordnete Medikament nicht auf Lager.

Wer dennoch einen Patienten mit Durchbruchschmerzen im Notfall mit den nötigen Arzneien versorgen will und das Schmerzmittel selbst bevorratet und bei Bedarf abgibt, steht bisher häufig mit einem Bein im Gefängnis.

Die Pläne der Bundesregierung, dass Ärzte Opioide zur Unzeit abgeben dürfen, sind daher überfällig. Wenn Politiker fördern wollen, dass Patienten, wenn sie es wünschen, zu Hause und nicht in der Klinik sterben, dann darf es nicht sein, dass eine gute Schmerztherapie an den Umständlichkeiten der Arzneiabgabe scheitert.

Da die Ärzte in der Regel bei der Apotheke vor Ort ihren Bedarf an Betäubungsmitteln decken werden, dürften die Apotheker durch die neue Regelung nicht verlieren. Die Chancen für eine Verbesserung der ambulanten Palliativversorgung stehen gut.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Bahr holt Ärzte in die Legalität

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Beitragssatzstabilisierungsgesetz

Anhörung zum GKV-Sparpaket: Koalition zwischen Baum und Borke

Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Studien CLIMB THAL-111 und -131: Veränderung des Gesamt-Hb-Werts und des HbF-Werts nach Exa-cel-Infusion bei TDT-Patientinnen und -Patienten (Quelle: Locatelli F et al., European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) 2026, Madrid, Spanien, Abstract GS2-5)

© Springer Medizin Verlag

Neue Perspektiven bei Hämoglobinopathien

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vertex Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Abb.  1: Indikationsübergreifendens Therapie-Monitoring in den ersten Behandlungszyklen mit Ribociclib beim HR+/HER2- Brustkrebs

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Früher und metastasierter HR+/HER2- Brustkrebs

Einfach und konsistent: indikationsübergreifendes Therapie-Management mit Ribociclib

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Abb. 1: WAYPOINT-Studie: schnelle und signifikante Reduktion des SNOT-22-Scores über 52 Wochen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [6]

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Schutzmechanismus entdeckt?

Warum Krebs im Herzen selten vorkommt

Lesetipps
Eine Frau hat einen kleinen Ventilator in der Hand.

© Marcus Brandt/dpa

Auf einen Blick

Unsere Beiträge zum Thema Hitze in der Übersicht

Darstellung einer Lunge: Farbige 3D-Computertomographie (CT) in axialer Ebene bei interstitieller Lungenerkrankung (ILD).

© K.H. Fung / Science Photo Library

Warnzeichen trockener Reizhusten

Wenn bei Rheuma die Lunge knistert