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Erfolgreiches Konzept für Patienten mit Herzinsuffizienz

AOK Baden-Württemberg und Uniklinik Heidelberg verlängern einen IV-Vertrag, der sich bewährt hat.

Von Marion Lisson Veröffentlicht:

HEIDELBERG. Damit Patienten mit einer Herzinsuffizienz auch weiterhin zu Hause telemedizinisch betreut werden können, wollen die AOK Baden-Württemberg und die Universitätsklinik Heidelberg ihren Vertrag zur integrierten Versorgung fortsetzen.

Beide Vertragspartner verlängern das Projekt "HeiTel" bis Ende 2011. Seit seinem Start vor vier Jahren nutzen mehr als 300 Patienten dieses Angebot.

"Die Teilnehmer erhalten von unserem Partner SHL Telemedizin ein Blutdruckmessgerät, eine Waage und ein Zwölf-Kanal-EKG. Alle Geräte sind zu Hause an das Telefon angeschlossen", erklärt der Initiator des Projekts, Professor Christian Zugck von der Universitätsklinik.

Über die Telefonleitung werden so Vitalparameter wie Blutdruck, Puls und Körpergewicht über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten automatisiert im telemedizinischen Zentrum dokumentiert.

Weichen Vitalwerte von den individuellen Grenzwerten ab, nimmt das medizinische Team mit dem Patienten und dem betreuenden Haus- und Facharzt direkt Kontakt auf.

Mehr als 200 Praxen sind an dem Projekt beteiligt. Alle Beteiligten haben Zugriff auf die in der elektronischen Fallakte dokumentierten Vitalparameter und können somit im Bedarfsfall optimal reagieren.

"Mit dem Projekt "HeiTel" wird die Lebensqualität von Hochrisikopatienten mit Herzinsuffizienz deutlich verbessert, sagt Dr. Rolf Hoberg, Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg.

Gleichzeitig helfe es, die Krankheitskosten um rund 3000 Euro pro Jahr und Patient zu senken. Patienten würden nicht nur seltener in Kliniken eingewiesen, sondern nähmen auch ihre Medikamente zuverlässiger ein, sagte Hoberg.

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