Erste "Parkinson-Spezialklinik" im Norden

Bad Segeberger Kliniken bieten Parkinson- Patienten einen bis ins kleinste Detail organisierten Tagesablauf an.

Dirk SchnackVon Dirk Schnack Veröffentlicht:

BAD SEGEBERG. Als erstes Haus in Norddeutschland ist das Neurologische Zentrum der Segeberger Kliniken als "Parkinson-Spezialklinik" von der Patientenorganisation deutsche Parkinson Vereinigung (dPV) zertifiziert worden.

 Die Klinik in Schleswig-Holstein behandelt jährlich mehr als 400 Parkinson-Patienten stationär. Dabei setzen die Ärzte auf einen phasenübergreifenden und ganzheitlichen Behandlungsansatz unter Einbeziehung von Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Neuropsychologie.

Voraussetzung für die Behandlung ist ein bis in kleinste Details organisierter Tagesablauf. Die Medikamente müssen teilweise sieben Mal am Tag zeitlich punktgenau verabreicht werden. Körperpflege, Essensaufnahme und Therapien orientieren sich an der Befindlichkeit der Patienten, nicht an starren Stationsabläufen.

"Tagesform ist unterschiedlich"

"Die Tagesform der Patienten ist unterschiedlich. Werden die Medikamentenpläne nicht sehr genau eingehalten, läuft der Patient Gefahr, seine vielleicht erlangte Bewegungsfähigkeit zu verlieren", sagt der Leiter des Fachbereichs, Dr. Björn Hauptmann.

Damit diese vom normalen Klinikbetrieb abweichenden Bedingungen eingehalten werden, arbeiten in Bad Segeberg speziell ausgebildete Parkinson-Nurses und Logopäden, die in einer parkinsonspezifischen Sprechtherapie weitergebildet sind.

Viele Patienten kommen wieder

Viele Patienten lassen sich in Bad Segeberg mehrfach behandeln und kommen nach ein bis zwei Jahren zur Parkinsonkomplextherapie zurück. In Vorbereitung ist eine Angehörigengruppe der Patienten, weil die Partner der Betroffenen häufig psychisch und physisch schwer beansprucht sind.

Die Zertifizierung ist nach Angaben der Parkinson Vereinigung nur möglich für Kliniken, die mindestens 350 Patienten im Jahr behandeln.

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