Fachärzte jubeln: Ambulante Op ohne Deckel

FRANKFURT / MAIN (pei). Die ambulanten Operateure haben Grund zur Freude über das Versorgungsgesetz: Es befreit sie vom Mengendeckel.

Veröffentlicht:

Die Begrenzung des Mengenzuwachses bei ambulanten Operationen wurde zu Beginn dieses Jahres mit dem GKV-Finanzierungsgesetz eingeführt. KVen und Kassen sollten Regelungen zur Beschränkung dieser außerbudgetären Leistungen vereinbaren.

Der Verband von operativ und anästhesiologisch tätigen niedergelassenen Fachärzten (LAOH) hatte sich, ebenso wie andere Verbande von ambulanten Operateuren, heftig dagegen gewehrt, so etwa mit einer - inzwischen abgewiesenen - Verfassungsbeschwerde wegen Ungleichbehandlung.

"Subventionierte Krankenhäuser durften weiterhin unbegrenzt ambulant operieren", so der Verband.

Seit Jahresbeginn sei in vielen Op-Zentren von niedergelassenen Fachärzten die Zahl der Eingriffe um bis zu 16 Prozent gesunken. Diese Angaben beruhen auf einer Umfrage im LAOH, dessen Mitglieder überwiegend in Hessen tätig sind.

"Abkehr richtig und vernünftig"

Laut Dr. Thomas Wiederspahn-Wilz, dem Ersten Vorsitzenden des Verbands, waren die ambulanten Operateure zurückhaltend, weil sie nicht wussten, wie viele Eingriffe sie machen dürfen, und es seien mehr Patienten in die Krankenhäuser geschickt worden.

In Hessen besteht bis heute keine Regelung, das Verfahren liegt noch beim Schiedsamt. Er selbst habe erst Ende November eine vorläufige Abrechnung für das erste Quartal dieses Jahres erhalten, so Wiederspahn-Wilz.

Er betont aber, dass dies nicht der KV Hessen anzulasten sei, die mittlerweile bundesweit am schnellsten sei mit den Quartalsabrechnungen.

Nach den Worten des Verbandschefs ist die Abkehr von der Deckelung "richtig, vernünftig, und sie nützt den Patienten".

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Wechselwirkungen

Diese Medikamente sind bei Herzinsuffizienz riskant

Interview mit Physiotherapeutin

Bewegung bei Nackenschmerzen: Welcher Sport ist der richtige?

Atemwegserreger

RKI: RSV-Welle deutet sich an

Lesetipps
Diabetespatientin spritzt sich Insulin mit Insulinpen

© Goffkein / stock.adobe.com

Wenig bekannte Insulinkomplikation

Vorsicht bei Insulininjektionen: Nicht immer dieselbe Stelle nehmen

Eine ältere Frau klagt über Gelenk- und Muskelschmerzen in ihren Händen.

© Yakobchuk Olena / stock.adobe.com

Kasuistik zu Autoimmunerkrankung

Wüssten Sie, was hinter diesen Symptomen steckt?