Offener Brief

Forderung: Gendermedizin fest im Studium verankern!

Hartmannbund und Ärztinnenbund fordern Gendermedizin als verpflichtendes Querschnittsfach ins Medizinstudium zu integrieren. Positive Beispiele gibt es bereits.

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Berlin. Obwohl die Forschung längst belege, wie wichtig eine gendergerechte medizinische Versorgung ist, spielten Genderaspekte in der medizinischen Ausbildung nach wie vor kaum eine Rolle, kritisieren die Studierenden im Hartmannbund und der Deutsche Ärztinnenbund. In einem offenen Brief vom Donnerstag appellieren sie an den Medizinischen Fakultätentag (MFT), Gendermedizin als verpflichtendes Querschnittsfach ins Medizinstudium zu integrieren.

Bereits in der Vorklinik sollten die Studentinnen und Studenten für gendermedizinische Aspekte sensibilisiert werden, so die beiden Verbände. Zusätzlich sollte die Möglichkeit geschaffen werden, die Thematik im Rahmen von Wahlfächern zu vertiefen. Wichtig sei aber auch, dass feste Verantwortlichkeiten an den Hochschulen geschaffen würden.

Ein paar positive Beispiele gibt es laut der Verbände bereits: etwa das Institut für Gendermedizin an der Berliner Charité oder der in diesem Jahr geschaffene Lehrstuhl für geschlechtersensible Medizin an der Uni Bielefeld. (reh)

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