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"GKV muss sinnvolle Therapien bezahlen"

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Als eine gute Möglichkeit, Patienten den Zugang zu innovativen Medikamenten zu ermöglichen und die ärztliche Therapiefreiheit zu sichern, sieht Dr. Stephan Kewenig vom Polikum Friedenau in Berlin den Abschluss integrierter Versorgungsverträge zwischen Ärzten, Kassen und Industrie. Am Polikum haben sich über 40 Ärzte verschiedener Fachrichtungen zusammengeschlossen. Der Kontakt zwischen Ärzten und Herstellern ist am Polikum dabei klar geregelt: Pharmareferenten haben nur zu einer Ärztekommission Zugang, nicht zum einzelnen Arzt. Später entschieden die Ärzte des Polikums gemeinsam, ob eine neue Arznei verordnet werden soll. In letzter Konsequenz bleibe es aber bei der Therapiefreiheit des Arztes. Gerechtfertigte Regressforderungen muss dieser aber selbst verantworten.

Erklärtes Ziel der Ärzte am Polikum sei es, künftig nur noch Wirkstoffe zu verordnen, so Kewenig. Dass Kassen sinnvolle Therapien aus Kostengründen nicht bezahlen, hält Kewenig für inakzeptabel. Dabei hätten es Ärzte als Einzelkämpfer schwer, ihr Recht auf Therapiefreiheit auch durchzusetzen. "Das kann die Einzelpraxis nur sehr viel schwieriger leisten als ein größerer Verbund", sagt Kewenig. In einem großen MVZ seien Ärzte besser vor Regressen geschützt.

Lesen Sie dazu auch: Wie viele Fesseln erträgt die ärztliche Therapiefreiheit? Ärzte fürchten um Qualität der Versorgung in der GKV Innovationen und IGeL verbessern die Versorgung von Kassenpatienten "Koalition hat Arbeit der Ärzte erleichtert" "Krankheiten mit und ohne Lobby" "Nur 50 Euro für Problempatienten" "Druck macht Ärzten das Leben sauer"

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