Ausbildung

Gute Erfahrung mit gemeinsamer Ausbildung für Pflegeberufe

Veröffentlicht:

BERLIN. Die für die professionell Pflegenden wichtigste Entscheidung in dieser Legislaturperiode steht noch aus: das Pflegeberufsgesetz. Dennoch bilden viele Pflegeschulen bereits so aus, wie es das neue Gesetz vorsieht: Sie haben Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zu einer gemeinsamen Ausbildung zusammengeführt.

"Wir haben hervorragende Erfahrungen mit der generalistischen Ausbildung gemacht", betont Christine Vogler, die die Gesundheits- und Krankenpflegeschule an der Wannsee-Schule für Gesundheitsberufe in Berlin leitet. Die Schule ist schon seit zwölf Jahren generalistisch ausgerichtet. "Die hier ausgebildeten Pflegefachkräfte sind unglaublich flexibel. Sie haben viele Einrichtungen kennengelernt und können sehr bewusst wählen, in welchem Bereich sie arbeiten wollen."

Für die Schulen bedeute das nicht nur neue Inhalte, sondern einen Paradigmenwechsel, so Vogler weiter. "Nicht mehr das Lebensalter ist das vorrangige Paradigma, sondern altersübergreifende Pflegephänomene." So betreffen beispielsweise Inkontinenz oder Elektrolytstörungen nicht nur Senioren. Das häufigste Gegenargument der Kritiker – eine Verflachung der Ausbildung – konnte in allen Modellausbildungsgängen widerlegt werden.

Das neue Pflegeberufegesetz und seine Umsetzung steht im Fokus des Kongresses Pflege 2017 von Springer Pflege, der am 20. und 21. Januar in Berlin stattfindet. (an)

Weitere Informationen und Anmeldung zum Kongress: Andrea Tauchert, Tel. 030/82787-5513, info@gesundheitskongresse.de, www.gesundheitskongresse.de

Schlagworte:
Mehr zum Thema

Fachkraft für Nachtdienst fehlte

Heimaufsicht prüft Polizeieinsatz in Pflegeheim

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Weniger Rezidive

Hustenstiller lindert Agitation bei Alzheimer

Lesetipps
Experten fordern von Bund und Ländern verbindliche Vorgaben für die Kooperation von Rettungsleitstellen (Bild) und ärztlichem Bereitschaftsdienst.

© Heiko Rebsch / dpa / picture alliance

Reform des Rettungsdienstes

Bereitschaftsdienst und Rettungsleitstellen sollen eng aneinanderrücken

Die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung steht in vielen Ländern vor großen Herausforderungen. Ein Arzt aus Israel fordert deshalb mehr Zusammenarbeit.

© Vladislav / stock.adobe.com

Weiterentwicklung der Versorgung

Experte: Bei der Transformation international die Kräfte bündeln!

KBV-Chef Dr. Andreas Gassen forderte am Mittwoch beim Gesundheitskongress des Westens unter anderem, die dringend notwendige Entbudgetierung der niedergelassenen Haus- und Fachärzte müsse von einer „intelligenten“ Gebührenordnung flankiert werden.

© WISO/Schmidt-Dominé

Gesundheitskongress des Westens

KBV-Chef Gassen fordert: Vergütungsreform muss die Patienten einbeziehen