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Hausärzteverband und Lauterbach beraten über Hitzeschutz für ältere Menschen

Deutscher Hausärzteverband und Gesundheitsminister Lauterbach haben am Mittwoch über Möglichkeiten zum Hitzeschutz gesprochen. Profitieren sollten auch Heimbewohnende, hieß es nach dem Treffen.

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Temperaturen zwischen 30 und 40 Grad: Hitze macht Menschen zu schaffen, besonders älteren.

Temperaturen zwischen 30 und 40 Grad: Hitze macht Menschen zu schaffen, besonders älteren.

© Jens Büttner/dpa

Berlin. Gemeinsam mit der Spitze des Deutschen Hausärzteverbands hat Gesundheitsminister Karl Lauterbach am Mittwoch Möglichkeiten zum Hitzeschutz durch Hausärztinnen und Hausärzte ausgelotet.

Dies teilte der SPD-Politiker per Kurznachrichtendienst „Twitter“ mit. „Das gute Hausarztnetzt in Deutschland ist ein Goldschatz für Hitzeschutz“, schreibt Lauterbach. Zusammen mit dem Hausärzteverband bereite er daher eine Hitzeberatung älterer Menschen vor – auch in Pflegeeinrichtungen. „So werden wir Menschenleben schützen.“

Seitens des Hausärzteverbands hieß es dazu, Hitzeschutz sei „zentrales Thema“ der täglichen Arbeit von Hausärztinnen und Hausärzten. Man freue sich daher über die weitere Zusammenarbeit mit dem Ministerium „für eine bessere Versorgung unserer Patientinnen und Patienten“, erklärte der Verband am Mittwoch ebenfalls via „Twitter“.

„Zentrales Thema“ in Hausarztpraxen

Lauterbach hatte erst kürzlich zusammen mit Pflegevertretern, Ärzteschaft, Kommunen, Ländern und Sozialverbänden Eckpunkte für einen nationalen Hitzeschutzplan vorgelegt. Teile daraus sollen bereits in diesem Sommer wirksam werden.

Vorbild für die Maßnahmen soll Frankreich sein, das bereits nach dem Hitzesommer 2003 weitreichende Maßnahmen ergriffen hatte, um insbesondere ältere und vorerkrankte Menschen vor den gesundheitlichen Folgen von Hitze zu schützen.

Hausärzteverbands-Chef Dr. Markus Beier hatte im Interview mit der Ärzte Zeitung unlängst betont, die Kontaktaufnahme der Praxen zu vulnerablen Patientinnen und Patienten – darunter viele ältere Chroniker – finde bereits statt. Daher sei das, was jetzt im Hitzeschutzplan vorgesehen sei, „kein Hexenwerk“. Es müsse nur gelingen, „das strukturiert hinzubekommen“.

Das neue Modul zur klimaresilienten Beratung innerhalb der Hausarztzentrierten (HZV) Versorgung in Baden-Württemberg könne „Blaupause“ sein, so Beier. Ab Oktober erhalten HZV-Praxen demnach einen Honorarzuschlag für klimaresiliente Versorgung – konkret acht Euro je Patient und Kalenderjahr auf die Pauschale P3. (hom)

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