Berufskrankheiten

Hautleiden liegen ganz vorn

Veröffentlicht:

BERLIN. Hauterkrankungen zählten 2018 zu den häufigsten bestätigten Berufskrankheiten in Deutschland – dahinter folgen Lärmschwerhörigkeit und durch Asbest bedingte Krankheiten.

Das geht aus einer Erhebung hervor, die der Spitzenverband der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) am Dienstag vorgestellt hat.

Demnach hatten Berufsgenossenschaften und Unfallkassen vergangenes Jahr in knapp 78.400 Fällen über das Vorliegen einer Berufskrankheit zu entscheiden.

4255 Fälle von hellem Hautkrebs

In gut 38.000 Fällen bestätigte sich der Verdacht. In mehr als der Hälfte der Fälle wurde eine berufsbedingte Hauterkrankung festgestellt – darunter allein 4255 Fälle von hellem Hautkrebs.

Erst kürzlich hatte die Berufsgenossenschaft Bau auf eine deutlich steigende Zahl von an Hautkrebs erkrankten Beschäftigten aufmerksam gemacht und dies mit länger andauernden, teils heftigen Hitzewellen in Verbindung gebracht. Vor allem „Outdoor-Worker“ seien betroffen.

Dr. Stefan Hussy, Hauptgeschäftsführer der DGUV, wies zugleich auf eine hohe Zahl weiterer Hauterkrankungen hin, die in Zusammenhang mit der Berufsausübung stünden. Dazu gehörten etwa Hautallergien bei Beschäftigten der Pflegebranche oder im Reinigungsgewerbe.

Obwohl die Zahl von Berufskrankheiten insgesamt stagniere, verfolgten Berufsgenossenschaften wie Unfallkassen weiterhin die Vision einer Welt ohne Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen.

Tödliche Arbeitsunfälle vermeiden

Höchste Priorität habe dabei die Vermeidung tödlicher sowie schwerer Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten. Prävention sei das Mittel der Wahl, so Hussy.

Laut DGUV hat sich die Zahl der Arbeits- und Wegeunfälle 2018 im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Den Angaben zufolge lag die Zahl meldepflichtiger Arbeitsunfälle zuletzt bei knapp 877.200 und damit um 3676 Unfälle höher als im Jahr davor.

Arbeitgeber, Beschäftigte und Politik seien gleichermaßen gefordert, sich um mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu bemühen, sagte Hussy. (hom)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

1. Deutscher Präventionsgipfel

Wissenschaftler und Politiker fordern: Mehr Prävention wagen!

Kooperation | In Kooperation mit: AOK-Bundesverband

Gesundheitsvorsorge

Warken will Präventionspotenziale nicht links liegen lassen

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Abb. 1: sPGA-Ansprechen über zwei Jahre

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [1]

Psoriasis-Therapie bei Kindern und Erwachsenen

PDE-4-Hemmer: erste orale Systemtherapie für Kinder − auch bei besonderen Manifestationen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Keine Modeerscheinung

ADHS im Erwachsenenalter: Das gilt für Diagnostik und Therapie

Lesetipps
Endoskopische Auffälligkeiten bei der Colitis ulcerosa

© Gastrolab / Science Photo Library

Interview

Das ist neu in der S3-Leitlinie Colitis ulcerosa

 Shabnam Fahimi-Weber

© Jochen Tack

Einsatz im Kriegsgebiet

Essener HNO-Ärztin hilft Menschen im Iran via Telemedizin