Kommentar zum DGKJ-Kongress

Herausforderung Transition

Von Raimund SchmidRaimund Schmid Veröffentlicht:

Neben den Innovationen in der Kinder- und Jugendmedizin und der Versorgung von Notfällen stand das Thema Transition im Fokus der Jahrestagung der sieben großen wissenschaftlichen pädiatrischen Fachgesellschaften in Leipzig. Das ist insofern erstaunlich, weil dieses Thema noch vor wenigen Jahren kaum eine Rolle gespielt hat.

Da aber dank des medizinischen Fortschritts immer mehr junge Menschen mit chronischen oder schwerwiegenden Erkrankungen das 18. Lebensjahr überschreiten, steht das Thema nun zu Recht auf der Agenda ganz oben.

Nicht nur bei den Pädiatern, sondern zunehmend auch bei der Bundesärztekammer und den Deutschen Gesellschaften für Innere Medizin und Neurologie. Auch viel versprechende Modellvorhaben wie das Berliner Transitionsprogramm sind mittlerweile für Erkrankungen wie Diabetes oder Epilepsie erfolgreich auf den Weg gebracht worden.

Alle Programme leiden aber darunter, dass sie über Selektivverträge oder Einzelfallentscheidungen der Kassen nur befristeter Natur sind. Was fehlt, ist eine Verankerung von definierten Transitionsleistungen im SGB V: Über den Paragraf 43 wäre dies analog zur sozialmedizinischen Nachsorge gut möglich.

Nur sollte dies schnell passieren, weil sonst vielen Betroffenen die Zeit davon läuft.

Lesen Sie dazu auch: Transition: Gravierende Defizite beklagt

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