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Glücksspiel

Junge Männer suchtgefährdet

Junge Männer sind anfälliger für Glücksspiel als Frauen. Doch das Geschlecht ist nicht der einzige Risikofaktor.

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BERLIN. Junge Männer zwischen 18 und 20 Jahren haben im vergangenen Jahr doppelt so häufig an illegalen Sportwetten teilgenommen wie noch 2013 und sind oft sehr gefährdet, in die Glücksspielsucht abzurutschen.

Das geht aus dem Ergebnisbericht Glücksspielverhalten und Glücksspielsucht in Deutschland hervor, der alle zwei Jahre von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und dem Deutschen Lotto- und Totoblock herausgegeben wird.

Während insgesamt weniger Menschen an Glücksspielen teilnehmen (-2,9 Prozent) und auch die Nutzung von Geldspielautomaten zurückgegangen ist (-1,1 Prozent), gibt vor allem ein Blick auf das Spielverhalten junger Männer Anlass zur Sorge.

Illegale Sportwetten hoch im Kurs

"Männer sind deutlich häufiger von problematischem oder pathologischem Glücksspielverhalten betroffen als Frauen", sagte Peter Lang, Abteilungsleiter bei der BZgA: Am stärksten mit 2,7 Prozent in der Altersgruppe 21 bis 25 Jahre und mit 2,4 Prozent in der Gruppe 36 bis 45 Jahre.

Besonders illegale Internet-Sportwetten stehen bei Männern zwischen 18 und 25 Jahren hoch im Kurs.

 Oft wüssten die Spieler allerdings nicht, dass es sich um illegale Wetten handele, sagte Barbara Becker, Vorsitzende der AG Suchtprävention im DLTB. Eine Blacklist illegaler Anbieter gibt es nicht, genausowenig übrigens wie eine Whitelist mit unbedenklichen Spielanbietern.

Lang erklärte, es gäbe Faktoren, die das Risiko für sogenannte glücksspielassoziierte Probleme erhöhten. Dazu gehören männliches Geschlecht, Alter bis 25 Jahre, niedriger Bildungsstatus und Migrationshintergrund.

Altersübergreifend haben 0,42 Prozent der befragten Männer ein problematisches Spielverhalten (2013: 0,69 Prozent) sowie 0,37 Prozent der Frauen (2013: 0,82 Prozent).

Für die Studie wurden 11.500 Menschen im Alter von 16 bis 70 Jahren telefonisch befragt. Für die Klassifizierung wurde der South Oaks Gambling Screen genutzt, der 20 Fragen zu Spielverhalten, spielbedingten Geldproblemen und Streitigkeiten enthält. Mit drei bis vier von 20 möglichen Punkten gilt ein Spielverhalten als problematisch, ab fünf Punkten als pathologisch. (aze)

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