Sachsen

Kammer und KV appellieren an Ärzte im Kampf gegen Corona

Die beiden ärztlichen Institutionen rufen in einem gemeinsamen Brief zu besonderen Anstrengungen in der zweiten Corona-Welle auf – besonders die niedergelassenen Ärzte sind gefragt.

Veröffentlicht: 13.11.2020, 12:31 Uhr

Dresden. Die Landesärztekammer und die KV Sachsen haben in einem gemeinsamen Brief die Ärzte im Freistaat zu besonderen Anstrengungen während der zweiten Welle der Corona-Pandemie aufgefordert. „Wir wünschen uns sehr, dass die Ärzte aus eigener Kraft heraus und ohne weitere Intervention der verschiedenen Behörden die Anforderungen durch die Corona-Pandemie meistern“, sagte der KV-Vorstandsvorsitzende Dr. Klaus Heckemann.

Der Schutz der Gesellschaft müsse „unbedingt sichergestellt“ werden. „Sollte uns dies aus den Augen geraten, wird die Gesellschaft völlig berechtigt die Ärzteschaft nach ihrer Mitschuld fragen“ fügte Heckemann an. „Oberstes Gebot ist und bleibt die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung“, erinnert Kammerpräsident Erik Bodendieck. „Dazu ist es unerlässlich, dass jede Ärztin und jeder Arzt den mit der Erteilung der Approbation übertragenen und zugedachten Aufgaben gerecht wird.“

Idealerweise tägliche Kontaktaufnahme bei Risikopatienten

Heckemann und Bodendieck schreiben, der öffentliche Gesundheitsdienst sei weder für das Testen noch für die Behandlung von COVID-19-Patienten zuständig. Vielmehr sollten Patienten mit COVID-Symptomen von den niedergelassenen Ärzten sowohl getestet als auch versorgt werden. Sie sprechen sich für spezielle Infektsprechstunden und Hygienepläne bei den niedergelassenen Medizinern aus. Außerdem verlangen sie, dass die testenden Arztpraxen die Patienten zu den Verhaltensregeln aufklärten. Mit positiv getesteten Patienten müsse ein enger Kontakt gehalten werden. „Optimal wäre eine tägliche telefonische Kontaktaufnahme, mindestens bei den Risikopatienten.“

Die Kliniken seien „für die sachgerechte Versorgung stationär behandlungsbedürftiger Patienten zuständig“, nur bei freier Kapazität könnten sie in der ambulanten Versorgung unterstützen. (sve)

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