Kein Fortschritt bei Honorarärzten in Krankenhäusern

MÜNSTER (iss). Die Gesundheitspolitiker der Regierungskoalition haben noch nicht darüber entschieden, ob Berlin gesetzliche Regelungen zu Honorarärzten im Krankenhaus erlassen wird.

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"Im Graubereich der Honorarärzte sind wir noch im Zweifel", sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag Jens Spahn bei den "1. Münsterischen Gesprächen zum Gesundheitsrecht".

Das Thema Honorarärzte nötige der Politik einen Spagat ab. "Wir wissen, dass die Häuser teilweise auf die Kräfte angewiesen sind", sagte er.

Gleichzeitig sei bekannt, dass die Beschäftigung der Ärzte wegen der oft deutlich höheren Vergütung nicht gerade für gute Stimmung unter den Beschäftigten sorge. Die Problematik der Honorarärzte beschäftige auch die Öffentlichkeit. "Das darf man nicht unterschätzen", sagte der CDU-Politiker.

Manche Menschen fragten sich, ob sie demnächst nur noch von "Söldnern" versorgt würden und Ärzte nur noch in den Häusern arbeiten, die am meisten bezahlen.

"Wir sind noch unentschlossen, ob wir das weiter im Graubereich und über die Rechtsprechung entscheiden lassen oder ob wir es eindeutig regeln", sagte Spahn. Gäbe es eine Regelung, werde sie voraussichtlich ins Psych-Entgeltgesetz kommen. "Das Psych-Entgeltgesetz wird sich ausweiten zu einem Krankenhausgesetz", schätzte er.

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