Leitartikel

Labormedizin - zu Recht eine "Branche" mit Hautgout?

Gemessen an der Zahl der Ärzte hat keine Sparte so viel Schlagzeilen produziert wie die Labormedizin. Der Berufsverband geht nun in die Offensive. Dabei geht es auch um die Leistungsfähigkeit der Medizin insgesamt.

Von Dirk SchnackDirk Schnack Veröffentlicht: 22.03.2013, 13:00 Uhr
Bakterienkulturen für das Labor: Die Diagnostik entscheidet über die Antibiotikatherapie.

Bakterienkulturen für das Labor: Die Diagnostik entscheidet über die Antibiotikatherapie.

© dpa

Sie verursacht hohe Kosten. Immer mehr Investorengruppen bestimmen den Markt. Gerichtsverfahren gegen Laborbetreiber sind im Gedächtnis vieler Ärzte hängen geblieben: das Image ist angekratzt. Das ist die eine Seite der Labormedizin in Deutschland.

Die andere - die für die Versorgung unverzichtbare Arbeit der Labore - droht dabei aus dem Blick zu schwinden. Der Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL) will das ändern, selbstbewusst auf die Stärken des Fachs hinweisen - und dies auch bei der Honorierung berücksichtigt wissen.

"Der Topf reicht nicht mehr", sagt Dr. Andreas Bobrowski. Der Lübecker Arzt ist nach zweijähriger Pause erneut zum Vorsitzenden des Berufsverbands Deutscher Laborärzte (BDL) gewählt worden.

Nach seiner Ansicht ist die erst jüngst angehobene Honorierung der EBM-Ziffer 12220, die die ärztliche Leistung der Laborärzte abbildet, nicht ausreichend: 2,04 Euro bekommen die Laborärzte je Fall. Den Löwenanteil im Laborbudget von rund 1,75 Milliarden Euro macht aber die quotierte Kostenerstattung aus. Ein auf den ersten Blick hoch erscheinender Betrag. Aber mit diesem Budget wird ein Großteil der Gesundheitsausgaben gesteuert ...

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