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Kliniken mit nur rund 80 Prozent der Bedarfe beliefert

Lieferengpässe auch bei Kochsalzlösung

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Düsseldorf. Kliniken und Arztpraxen berichten von Lieferengpässen bei Kochsalzlösungen. „Es gibt zurzeit viel zu wenig Kochsalzlösung. Was in den Klinken schon seit Monaten ein großes Problem ist, erreicht jetzt auch die Versorgung ambulanter Patienten“, sagte Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein, der „Rheinischen Post“ (Samstag).

Zahlreiche Hersteller von Kochsalzlösungen könnten jetzt auch die öffentlichen Apotheken nicht mehr ausreichend beliefern, fügte er hinzu: „Wir brauchen dringend stabile Lieferketten für Allerwelts-Arzneimittel wie Kochsalzlösungen. Sie kosten nur wenige Cent in der Produktion, sind aber unersetzbar in der Versorgung der Patienten. Deshalb dürfen solche Lieferengpässe eigentlich gar nicht auftreten. Da muss von der Politik dringend mehr Verantwortung übernommen werden.

Probleme in ganz Deutschland

Das NRW-Gesundheitsministerium bestätigte der Zeitung, dass es auch Probleme in vielen Kliniken gebe. Die Krankenhäuser in NRW und in ganz Deutschland würden „bereits seit mehreren Monaten nur noch mit rund 80 Prozent der Bedarfe beliefert, zuletzt sogar nur noch mit rund 50 Prozent“, sagte ein Sprecher.

Die Engpässe könnten noch bis zum Jahresende anhalten, erklärte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte auf Anfrage. Insgesamt seien aktuell 496 Arzneimittel von Lieferengpässen betroffen, darunter auch Antibiotika. (KNA)

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Kommentare
Rudolf Egeler 06.10.202415:06 Uhr

Was soll der ewige Ruf nach der Verantwortung des Staates. Wo bleibt die eindringliche Forderung z.B.an die NaCl-Lsg. produzierenden Firmen. auch bei - wie der Artikelschreiber meint-billigen Produkten
trotz einer geringen Marge auf ausreichende
Produktionsmengen zu achten. Offenbar steht halt bei der Pharmaindustrie nur der hohe Profit von extrem teuren Produkten im Fokus , ansonsten dürfte so etwas wie bei der betreffenden Infusionslösung niemals zum Problem werden.

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