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Dengue-Fieber & Co.

Mehr Forschung geplant

Forschende Arzneimittelhersteller haben im Vorfeld des deutschen G7-Gipfels verstärkte Anstrengungen im Kampf gegen vernachlässigte armutsbedingte Tropenkrankheiten und gegen Antibiotikaresistenzen angekündigt.

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Test auf Staphylococcus aureus.

Test auf Staphylococcus aureus.

© Linde Stewart / iStock /Thinkstock

BERLIN. Etwa ein Sechstel der Erdbevölkerung ist von vernachlässigten und armutsbedingten Tropenkrankheiten (NTD) betroffen, jährlich wird die Zahl der Todesopfer auf 500.000 geschätzt, die wirtschaftlichen Einbußen sind beträchtlich.

Nach der Londoner Deklaration von 2012 sollen zehn NTDs bis 2020 ausgerottet oder zumindest eingedämmt werden - Partner sind dabei neben internationalen forschenden Pharma-Unternehmen die Bill- und Melinda-Gates-Stiftung, die WHO und die Weltbank.

Vor dem Hintergrund der derzeit in Genf laufenden Weltgesundheitsversammlung und dem G7-Gipfeltreffen am 7. und 8. Juni auf Schloss Elmau kündigte Harald Zimmer vom Verband Forschender Pharma-Unternehmen (vfa) am Mittwoch in Berlin an, dass zwischen 2012 und 2020 Medikamentenspenden für rund 14 Milliarden Behandlungen im Wert von etwa 19 Milliarden Dollar zu erwarten sind.

Zwischen 2009 und 2013 habe sich die Zahl der Behandlungen aufgrund gespendeter Arzneimittel auf 1,35 Milliarden nahezu verdoppelt.

Dabei haben sich die Forschungsanstrengungen in der Industrie in den vergangenen zehn Jahren vervielfacht: von knapp 40 Forschungsprojekten im Jahr 2005 auf über 180 im vergangenen Jahr.

Rationaler Einsatz von Antibiotika gefordert

Als Herausforderungen nannte Zimmer die Umsetzungsschwierigkeiten von Krankheitsbekämpfungsprogrammen vor Ort, weil notwendige Akteure unzulänglich zusammenarbeiten, eine Finanzierungslücke von etwa 1,4 Milliarden Dollar und NTDs, die von gegenwärtig laufenden Programmen bisher nicht abgedeckt werden.

Ein weiteres drängendes Problem, das ebenfalls auf dem Programm des G7-Gipfels steht, ist die Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen. Nach Angaben von Dr. Siegfried Throm vom vfa werden dadurch jährlich rund zehn Millionen Todesfälle verursacht.

Sie kosten Entwicklungsländer etwa zehn Prozent, Europa fünf Prozent des Wirtschaftswachstums. Ursächlich sind zu häufiger Einsatz, Fehlgebrauch durch Patienten und Verwendung in der Tiermast.

Als Konsequenz forderte die vfa-Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer die Ausschöpfung von Präventionsmöglichkeiten, beispielsweise durch Impfungen, einen rationalen Einsatz von Antibiotika durch Aufklärung, Verordnungspflicht und Verbot in der Tiermast sowie die Stärkung der Grundlagenforschung in der Infektiologie.

Ferner müssten ökonomische Handicaps für die Entwicklung neuer Antibiotika überwunden werden. (HL)

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