Krankenhäuser

Mehr Mindestmengen für mehr Qualität

Veröffentlicht:

Mindestmengen gelten als Hebel für mehr Qualität im Krankenhaus. Gesetzlich vorgeschriebene Mindestmengen gibt es aktuell für sieben komplexe und planbare Behandlungen. Dazu gehören etwa Kniegelenks-Implantationen (50 Fälle pro Jahr) sowie komplexe Operationen an der Speiseröhre und der Bauchspeicheldrüse (je 10).

Nun will Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Vorgaben ausbauen und schärfen. Laut dem Entwurf zum Gesundheitsversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz soll der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) „kontinuierlich“ die Evidenz bestehender Mindestmengen prüfen und weitere auf den Weg bringen. Auch das Spahn-Ministerium will dabei ein Wörtchen mitreden. So soll es beantragen können, dass der GBA „die Festlegung einer Mindestmenge für bestimmte Leistungen prüft“.

Mehr Artikel zum Thema in unserem Dossier

Bei den Kassen stößt das Ansinnen auf Zustimmung. Mindestmengen seien ein „sehr wirkungsvolles Instrument zur Verbesserung der Versorgungsqualität“, sagt die Chefin des Ersatzkassen-Verbands, Ulrike Elsner. Die Stärkung der Mindestmengen sei „wichtig“, da die Regelungen Patienten vor unnötigen Komplikationen bewahrten und Leben retten könnten, findet der Chef des AOK-Bundesverbands, Martin Litsch.

Die Kliniklobby steht den Regelungen skeptisch gegenüber. So verweist die Deutsche Krankenhausgesellschaft darauf, dass eine Mindestmenge nicht in jedem Fall zur Qualitätsverbesserung führe. Zu berücksichtigen seien dabei auch ein „erschwerter Zugang zur Versorgung und verlängerte Transportwege. Mindestmengen seien daher stets auf „unerwünschte negativen Effekte“ hin zu analysieren. (hom)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Angepasste Endpunkte, moderne Studiendesigns und ungelöste Herausforderungen

© metamorworks / Getty Images / iStock

Krebsmedizin auf neuen Wegen

Angepasste Endpunkte, moderne Studiendesigns und ungelöste Herausforderungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Flexibel bleiben, Betroffene besser einbinden und individuell behandeln

© vege / Fotolia

Hämatologie und Onkologie in Zeiten molekular basierter Therapie

Flexibel bleiben, Betroffene besser einbinden und individuell behandeln

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ein Arzt in einem weißen Arztkittel spricht mit einem männlichen Patienten über die Ergebnisse der medizinischen Untersuchung und gibt anhand dieser eine Behandlungsempfehlung ab.

© Pcess609 / stock.adobe.com

Kommunikationsfehler vermeiden

Tipps: So sollten Sie mit Patienten über Risiken und Zahlen sprechen

Weltkugel mit Viren

© ImageFlow / stock.adobe.com

Review und Leitlinie

Ambulante antivirale COVID-19-Therapie: Was US-Wissenschaftler empfehlen

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram