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Arzneiforschung

Ministerium macht 50 Millionen Euro für COVID-19-Präparate locker

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Berlin. Mit mindestens 50 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bis Ende 2023 klinische Studien der Phasen I bis IIb bei Arzneimittelwirkstoffen, die speziell zur Behandlung bei COVID-19 eingesetzt werden können. Eine entsprechende Förderbekanntmachung, in der die Bedingungen zur Bewilligung der Finanzmittel für Pharma-Unternehmen oder Verbünde unter industrieller Koordinierung präzisiert sind, hat das BMBF am Mittwoch veröffentlicht.

Impfstoff allein reicht nicht

„Neben der Verfügbarkeit von Impfstoffen sind sichere und wirksame Therapeutika gegen SARS-CoV-2 entscheidend, um die Pandemie bewältigen zu können“, sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek in Berlin. Auch bei einer hohen Impfrate, die erst sukzessive im Verlaufe des Jahres erreicht werden kann, sei es möglich, dass Menschen künftig an COVID-19 erkranken. Dafür müssten neue Therapieoptionen entwickelt werden, auch deshalb, weil sich anfängliche Hoffnungen auf eine wirksame Behandlung mit Chloroquin nicht erfüllt hätten.

Gefördert wird die klinische Prüfung von Arzneimittelkandidaten, die explizit gegen SARS-CoV-2 gerichtet sind. Daneben wird nach neuen therapeutischen Ansätzen zur Behandlung schwerer Krankheitsverläufe gesucht, beispielsweise solche mit einer überschießenden Immunreaktion. Voraussetzung für die Förderung ist, dass das Wirkprinzip zur Behandlung bei COVID-19 durch umfassende präklinische Daten belegt ist. (HL)

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