Netzmanagement muss sich selbst tragen

BERLIN (ger). Können Ärzte in Praxisnetzen ein Netzmanagement aus ihren Honoraren für medizinische Leistungen bezahlen? Zweifel sind angebracht.

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Das geht auch aus einer Äußerung von KV-Vize Walter Plassmann aus Hamburg bei der 18. Netzkonferenz in Berlin hervor, veranstaltet vom Biopharmaunternehmen UCB.

Der EBM sei mit den Kostenstrukturen einer inhabergeführten Arztpraxis kalkuliert. "Da gehört dann auch schon etwas Selbstausbeutung dazu", sagte Plassmann.

Der Unternehmerlohn werde in der 50. bis 60. Wochenarbeitsstunde verdient. Eine teure Management-Infrastruktur sei da nur schwer von zu bezahlen.

Die Folgerung, die Moderator Professor Günter Neubauer aus München daraus ableitete, war eindeutig: "Das Netzmanagement muss seine Kosten selbst verdienen."

Das könnte durch die Generierung zusätzlicher Honorare über Verträge ebenso wie durch das Erreichen von Kostenvorteilen über einen gemeinsamen Einkauf, den Aufbau einer Apparategemeinschaft oder durch andere Leistungen des Managements geschehen, die gewinnsteigernd wirken. Für junge Praxisnetze kann diese Frage durchaus von existenzieller Bedeutung sein.

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