Kommentar

Nur eine Frage stellen

Ilse SchlingensiepenVon Ilse Schlingensiepen Veröffentlicht:

Im an Reizworten nicht gerade armen Gesundheitswesen gehört "Mindestmenge" in die Spitzengruppe. Sobald Fachgesellschaften oder Krankenkassen eine Mindestzahl von Eingriffen als Voraussetzung für die Leistungserbringung fordern, ist das Geschrei bei den betroffenen Anbietern groß.

Das war und ist bei der Versorgung von Frühgeborenen nicht anders. Schon lange wird um die Frage gerungen, wie viel Routine Kliniken bei der Versorgung von Frühchen haben müssen. Selbst die 2010 vom GBA festgelegte Untergrenze von 14 Frühchen pro Jahr stieß auf heftigen Widerstand.

Die Forderung der AOK Rheinland/Hamburg, die Mindestmenge auf 30 zu erhöhen, hat einiges für sich. Bei der Versorgung dieser höchst vulnerablen Patientengruppe macht die Bündelung der Expertise Sinn – gerade wenn der Verdacht besteht, dass die vergleichsweise hohe Säuglingssterblichkeit in Deutschland mit der Verteilung der Fälle auf zu viele Häuser in Zusammenhang stehen könnte. Bei den Vertretern der betroffenen Kliniken wird das wenig Begeisterung auslösen.

Aber sie sollten sich fragen, ob sie eine ihnen nahestehende Frau bei einer drohenden Frühgeburt in ein Haus schicken würden, bei dem man sich auf die wichtige Routine nicht wirklich verlassen kann.

Lesen Sie dazu auch: Versorgung: AOK für Mindestmengen bei Frühgeburten

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kammerstatistik

Mehr als 2.000 ausländische Ärzte arbeiten in Thüringen

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Medizinische Rehabilitation

Wie Ärzte beim beim Reha-Antrag unterstützen können

Robert Koch-Institut

Impfkalender für 2026: Die Neuerungen im Überblick

Lesetipps
Diabetespatientin spritzt sich Insulin mit Insulinpen

© Goffkein / stock.adobe.com

Wenig bekannte Insulinkomplikation

Vorsicht bei Insulininjektionen: Nicht immer dieselbe Stelle nehmen

Eine kalorienarme, pflanzenbasierte Kost für mehrere Tage am Stück pro Monat kann Patienten und Patientinnen mit Morbus Crohn bei der Remission helfen.

© rh2010 / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn: In nur fünf Tagen per Diät zur Remission?