Digitalisierung

Pädiater warnen vor Datenmissbrauch

Veröffentlicht: 22.10.2019, 10:17 Uhr

Bad Orb. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) warnt davor, dass die Daten von Kindern angesichts der zunehmenden Digitalisierung im Gesundheitswesen zum „wertvollen Handelsgut“ werden könnten.

Die im Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) geplanten Regelungen würden eher den Krankenkassen und der Industrie nutzen, fürchtet BVKJ-Präsident Dr. Thomas Fischbach. „Das wollen wir nicht.“

Es müsse in jedem Fall vermieden werden, dass etwa ein Kind mit einer ADHS-Diagnose später keinen Job mehr finden könne, weil seine Daten in „unbefugte Arbeitgeber-Hände“ gelangt seien.

Auf der anderen Seite biete die Digitalisierung im Gesundheitswesen auch der Pädiatrie neue Chancen. So könnten Apps und passgenaue Diagnose-Tools Kindern mit Diabetes helfen, ihre Behandlung besser zu steuern.

Für körperbehinderte Kinder böten Apps die Chance, mit physiotherapeutischen Online-Programmen ihre Bewegungen zu verbessern. Und schließlich könnten Eltern mit ihrem Kinder- und Jugendarzt online kommunizieren oder diesen konsultieren. (ras)

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