Gesundheitskompetenz

Potenzial in Pflege ist groß

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BERLIN. Das Potenzial der Förderung von Gesundheitskompetenz muss in den Pflegeberufen noch ausgelotet werden, sagte der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, bei einer Veranstaltung am Mittwoch in Berlin.

Gesundheitskompetenz sei gerade in der Pflege ein wichtiges Thema, „da Pflegekräfte in allen Bereichen des Gesundheitssystems sektorübergreifend präsent sind und in engem Kontakt zu Patienten und Pflegebedürftigen stehen“. Westerfellhaus kündigte laut Redemanuskript für den April eine Veranstaltung an, bei der erörtert werden soll, inwiefern das Thema in der Ausbildung bereits angekommen ist. Geklärt werden solle zudem, was die generalistische Ausbildung zum Thema Gesundheitskompetenz beitragen kann.

2017 haben das BMG und Spitzenverbände die „Allianz für Gesundheitskompetenz“ aufgelegt. Deren Output ist bisher überschaubar: So hat das IQWiG eine Machbarkeitsstudie für ein Nationales Gesundheitsportal erstellt. Gefördert wird die Entwicklung eines Musterlehrplans „Kommunikation in der Medizin“ im Rahmen des Nationalen Krebsplans.

Schließlich hat das BMG im Herbst 2018 Fördergelder für das Thema ausgelobt. Zuschläge auf die Bewerbungen gebe es noch keine, teilte Westerfellhaus mit.

Die vor zwei Jahren gestartete Allianz hat sich drei zentralen Handlungsfeldern verschrieben: einer besseren Gesundheitsbildung, guten Gesundheitsinformationen und Entscheidungshilfen sowie einer größeren Verständlichkeit in der Kommunikation von Ärzten mit ihren Patienten.

Die Steuerungsgruppe der Allianz ist im BMG verankert. Aufgeschreckt wurden die Verantwortlichen durch Studien unter anderem der Universität Bielefeld. Danach weisen 54 Prozent der Menschen in Deutschland eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz auf und sind nur begrenzt in der Lage, sich im komplexen Gesundheitswesen zu orientieren. (fst)

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