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DEGAM

Programm für Nachwuchsärzte steht

Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin (DEGAM) hat Kriterien für die Kompetenzzentren festgelegt. Das soll Qualität und Organisation der Weiterbildung stärken.

Helmut LaschetVon Helmut Laschet Veröffentlicht:
Vorreiter für die Kompetenzzentren Allgemeinmedizin: Professor Ferdinand Gerlach.

Vorreiter für die Kompetenzzentren Allgemeinmedizin: Professor Ferdinand Gerlach.

© Stefan Thomaier

FRANKFURT. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin (DEGAM) hat in einem Positionspapier die Kriterien für die die allgemeinmedizinischen Kompetenzzentren definiert.

Diese Zentren werden nach dem Versorgungsstärkungs-Gesetz, das im August in Kraft tritt, mit fünf Prozent der Fördersumme für die allgemeinmedizinische Weiterbildung unterstützt.

Die Kompetenzzentren sollen Inhalt und Ablauf der Weiterbildung strukturell und fachlich begleiten und deren Qualität in Zusammenarbeit mit den Ärztekammern und Koordinierungsstellen fördern.

Damit sollen die Attraktivität der Weiterbildung gesteigert und die Hemmschwelle zur Niederlassung gesenkt werden.

Nach dem Willen der DEGAM, deren Vorsitzender der Chef des Instituts für Allgemeinmedizin an der Uni Frankfurt, Professor Ferdinand Gerlach, ist, sollen die Kompetenzzentren organisatorisch mindestens mittelbar sowie räumlich unmittelbar an den Uni-Instituten angesiedelt sein, um eine nahtlose Verbindung von Aus- und Weiterbildung zu ermöglichen.

Das eröffne auch die Chance, Studenten für die Allgemeinmedizin zu gewinnen. Kernaufgaben der Zentren sollen sein:

Begleitseminare: Sie sollen kontinuierlich angeboten werden; jeder Arzt in Weiterbildung soll für mindestens vier Seminartage im Jahr freigestellt werden; die Themen sollen sich am kompetenzbasierten Curriculum Allgemeinmedizin ausrichten.

Die Gruppengröße soll nicht mehr als 25 Ärzte betragen. Eine Zusammenarbeit mit vorhandenen Akademien der Kammern soll angestrebt werden.

Mentoring: Ein solches Programm soll die individuelle Weiterbildung optimieren. Als Mentoren sollen erfahrene und qualifizierte Fachärzte eingesetzt werden, die durch eine von Kompetenzzentren angebotene Mentorenschulung vorbereitet wurden, Weiterbildungsassistenten kompetent zu betreuen.

Der Mentor darf nicht gleichzeitig Arbeitgeber oder Vorgesetzter sein.

Train the Trainer-Programm: Dieses Programm soll von den Kompetenzzentren angeboten werden. Neben den von Ärztekammern festgelegten strukturellen Voraussetzungen für die Erteilung von Weiterbildungsbefugnissen, soll den weiterbildenden Ärzten ein didaktisches Qualifikationsprogramm angeboten werden.

Fachliche Beratung: Zusammen mit den Koordinierungsstellen beraten Kompetenzzentren Studenten, Ärzte in Weiterbildung sowie weiterbildende Ärzte und Weiterbildungsverbünde zur Rotation.

Evaluation und Qualitätsförderung: Die wissenschaftliche Anbindung an die Uni-Institute soll eine kontinuierliche Evaluation und Qualitätsförderung der Verbundweiterbildung und der Arbeit von Mentorengruppen ermöglichen.

Vernetzung: Die Kompetenzzentren sollen mit weiterbildenden Praxen und Kliniken sowie mit Kammern, KVen und Koordinierungsstellen sowie dem Hausärzteverband in regelmäßigem Austausch stehen.

Gründung von Weiterbildungsverbünden: Kompetenzzentren sollen die Gründung von Weiterbildungsverbünden und die Zusammenarbeit von interessierten Partnern unterstützen.

Sie können insbesondere bei der inhaltlichen Gestaltung und Planung die Rotationsweiterbildung sowie bei der Sicherung der Evaluation Hilfestellung anbieten.

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