Direkt zum Inhaltsbereich

Gesundheitswirtschaft

Röslers Liebling

Der Wirtschaftsminister feiert die Gesundheitswirtschaft als krisenfeste Schlüsselindustrie. Seine Ansicht wird von einer Studie gestützt.

Anno FrickeVon Anno Fricke Veröffentlicht:
Pharma-Produktion in Frankfurt-Hoechst: Wirtschaftsminister Rösler fordert mehr Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.

Pharma-Produktion in Frankfurt-Hoechst: Wirtschaftsminister Rösler fordert mehr Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.

© Walter Kloos / dpa

BERLIN. Der Beitrag der Gesundheitswirtschaft zur Volkswirtschaft werde in der Öffentlichkeit noch nicht genügend wahrgenommen, sagte Wirtschaftsminister Philipp Rösler am Montag bei einer Veranstaltung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) in Berlin.

Um dies zu unterstreichen, hat der BDI Zahlen vorgelegt. 2011 hat die deutsche Gesundheitswirtschaft demnach bei Gesamtausgaben für die Gesundheit von 294 Milliarden Euro mehr als 4,8 Millionen Menschen in 3648 Berufen beschäftigt.

Die Gesundheitsbranchen trugen im Berichtsjahr damit 11,3 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Das ist weniger als 2010 (11,5) und 2009 (11,8). Gleichzeitig sind die Gesundheitsausgaben je Einwohner von 3410 Euro im Jahr 2009 auf 3590 Euro im Jahr 2011 gestiegen.

Eine besondere Bedeutung messen Ökonomen der industriellen Gesundheitswirtschaft bei. Sie sei Wachstums-, Innovations- und Exporttreiber sowie Beschäftigungsmotor heißt es in einer Untersuchung der TU Berlin im Auftrag des BDI zum "ökonomischen Fußabdruck" von sieben in Deutschland forschenden und produzierenden Unternehmen.

Diese Unternehmen wüchsen doppelt so schnell wie der Durchschnitt der Unternehmen in Deutschland, die Wertschöpfung von 163.000 Euro je Mitarbeiter sei überdurchschnittlich, sagte BDI-Präsident Ulrich Grillo. Die Gesundheitswirtschaft genießt die Unterstützung des Verbandes.

"Deutschland war einmal die Apotheke der Welt. Da wollen wir wieder hin," umriss Grillo die Agenda der Branche. Deutschland solle zum Leitmarkt und Kompetenzzentrum für Gesundheitswirtschaft werden, gab Grillo ein ambitioniertes Ziel aus.

Auf die Unterstützung der Politik für die Forschung werden die Unternehmen aller Voraussicht noch warten müssen. Zunächst komme die Haushaltskonsolidierung, dann eventuell die steuerliche Forschungsförderung, sagte Rösler.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Wo ist die Politik ohne Nebenwirkungen?

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Mai-Sitzung des CHMP

EMA-Experten empfehlen vier Pharma-Innovationen zur europaweiten Zulassung

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Angepasste Endpunkte, moderne Studiendesigns und ungelöste Herausforderungen

© metamorworks / Getty Images / iStock

Krebsmedizin auf neuen Wegen

Angepasste Endpunkte, moderne Studiendesigns und ungelöste Herausforderungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Ein Medikament unter vielen, das wenigen hilft? 2400 Wirkstoff-Kandidaten in der EU haben den Orphan-Drug-Status.

© artisteer / Getty Images / iStock

Wirkstoff-Kandidaten mit Orphan-Drug-Status

Orphan Drugs – Risiken für ein Modell

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Demenzprävention?

Alzheimer: Bei wem Fleischkonsum doch von Vorteil sein könnte

Lesetipps
Eine hervorgehobene Leber im 3D-Modell

© Dr_Microbe / stock.adobe.com

Münchner Aids- und Infektiologie-Tage

Chronische Hepatitis B: Heilung durch monoklonalen Antikörper?

Noch impfen nach einer RSV-Erkrankung?

© Porträt: privat | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Noch impfen nach einer RSV-Erkrankung?

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram