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Weltgesundheitsorganisation

Schon 161.000 Kinder im Gazastreifen gegen Polio geimpft

Die Impfkampagne im Gazastreifen kommt gut voran. Herausforderung ist, wirklich alle Kinder zu erreichen. Um eine Ausbreitung zu verhindern ist, ist eine Abdeckung von mindestens 90 Prozent nötig.

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Ein Kind erhält eine Dosis des Polio-Impfstoffs im Flüchtlingslager Al-Maghazi im zentralen Gazastreifen.

Ein Kind erhält eine Dosis des Polio-Impfstoffs im Flüchtlingslager Al-Maghazi im zentralen Gazastreifen.

© Marwan Dawood/XinHua/dpa

Gaza. In den ersten beiden Tagen der Polio-Impfkampagne im Gazastreifen sind bereits mehr als 161.000 Kinder unter zehn Jahren geimpft worden. Das übertrifft die Gesamtzahl, die die Behörden in der zentralen Zone des Gebiets erreichen wollten, berichtet die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie hatten mit 156.000 gerechnet.

Dass sich dort mehr Kinder aufhielten als gedacht, liege an den ständigen Vertreibungen. Zehntausende Menschen müssen ihre Zufluchtsstätten immer wieder verlassen, wenn Israel dort Ziele der Terrororganisation Hamas ins Visier nimmt und Bewohner auffordert, sich in Sicherheit zu bringen. Deshalb sei es auch schwierig, sicher zu sein, dass wirklich alle Kinder erreicht worden sind. Die ursprünglich dreitägige Kampagne, die am Sonntag begann, werde deshalb aller Voraussicht nach um einen Tag verlängert, so die WHO.

Impfkampagne wird verlängert

Anschließend gehen die Impfteams in den Süden des Gazastreifens. Dort sollen 340.000 Kinder geimpft werden. Im Norden geht es danach um weitere 150.000 Kinder. In vier Wochen brauchen alle Geimpfte eine zweite Dosis.

Wegen der unhygienischen Zustände mit hunderttausenden Vertriebenen auf engstem Raum war im Gazastreifen vor Kurzem der erste Fall von Polio (Kinderlähmung) seit 25 Jahren entdeckt worden. Ein elf Monate altes Baby ist betroffen. Es geht dabei um Impfstoff-abgeleitete Polioviren (cVDPV Typ 2). Genau dagegen wird nun geimpft. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) müssen mehr als 90 Prozent der Kinder geimpft werden, um eine Ausbreitung zu verhindern. (dpa)

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