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Bayern

Sorge über neue Bedarfsplanung

MÜNCHEN (sto). Verbesserungen bei der Versorgung und bei den Honoraren fordert die Psychotherapeutenkammer Bayern (PTK).

Veröffentlicht:

"Noch immer müssen die Patienten in Bayern mehrere Monate auf den Beginn einer Psychotherapie warten", erklärte deren Präsident Dr. Nikolaus Melcop.

Die PTK Bayern habe die Sorge, dass das Gesundheitssystem im Hinblick auf die psychotherapeutische Versorgung beschädigt wird, erklärte Melcop mit Blick auf die anstehende Reform der Bedarfsplanung.

Der Gemeinsame Bundesausschuss, der den gesetzlichen Auftrag habe, bis Ende 2012 sachgerechte Kriterien für eine Reform der Bedarfsplanung zu entwickeln, erwäge offenbar Entscheidungen im Bereich der Psychotherapie auszuklammern.

Darüber hinaus stelle der GKV-Spitzenverband die bestehende psychotherapeutische Unterversorgung infrage, um entsprechenden Forderungen nicht nachkommen zu müssen.

"Der GBA braucht klare politische Vorgaben, um über die Bedarfsplanung sachgerecht entscheiden zu können", forderte Melcop.

Die derzeit vorgesehenen Regelungen der Bedarfsplanung und die von den Krankenkassen eingebrachten Änderungsvorschläge würden die schlechte Versorgungslage sogar noch verschlimmern, erläuterte der Kammerpräsident.

Wenn es bei den aktuell gültigen Verhältniszahlen bleibe, wäre in Bayern ein Drittel der Psychotherapeutensitze, nämlich 1213 von 3339, vom Abbau bedroht, davon 386 auf dem Land.

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