Wissenschaftliche Daten fehlen

Studie zu pflanzenbasierter Ernährung gestartet

Das Bundeslandwirtschaftsministerium und das Bundesinstitut für Risikobewertung wollen untersuchen, wie sich vegane und vegetarische Ernährung auswirkt. Die Teilnehmer registrieren dabei ihre Mahlzeiten per App.

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Rohkost auf dem Teller: Wie sich eine rein pflanzliche Ernährung auf den Körper auswirkt, soll in einer groß angelegten Kohortenstudie ermittelt werden.

Rohkost auf dem Teller: Wie sich eine rein pflanzliche Ernährung auf den Körper auswirkt, soll in einer groß angelegten Kohortenstudie ermittelt werden.

© Alain Lavanchy / stock.adobe.com

Berlin. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und das Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) wollen in einer groß angelegten Studie (COPLANT) die Auswirkungen von pflanzenbasierter Ernährung untersuchen. Das teilte das BfR am Mittwoch mit.

„Wir wollen erforschen, wie sich pflanzenbasierte Ernährungsweisen auf die Gesundheit auswirken und Datenlücken schließen“, sagt Professor Andreas Hensel. „Ergebnisse früherer Studien sind nur bedingt auf heutige Ernährungsgewohnheiten übertragbar. Beispielsweise stieg das Angebot von hochverarbeiteten, zucker-, fett- und salzreichen veganen Lebensmitteln in den letzten Jahren deutlich an“, ergänzt Professorin Tanja Schwerdtle, Vizepräsidentin des BfR.

Gesucht werden 6000 Teilnehmer

COPLANT steht für COhort on PLANT-based diets (Kohortenstudie zu pflanzenbasierten Ernährungsweisen) – ein Kooperationsprojekt des BfR, des MRI, des Forschungsinstituts für pflanzenbasierte Ernährung (IFPE) und der Universitäten Jena, Bonn, Heidelberg, Regensburg und Wien. Unterstützt wird das Projekt vom BMEL. Gesucht werden rund 6.000 Menschen im Alter von 18 bis 69 Jahren, die sich beteiligen möchten.

Seit Jahren wachse das Interesse an veganer und vegetarischer Ernährung wächst – insbesondere unter Jüngeren, heißt es. Es gebe jedoch bislang kaum wissenschaftlich belastbare Daten zu den Auswirkungen heutiger pflanzenbasierter Ernährungsweisen auf den Körper.

Erstmals neue vegane Lebensmittel dabei

Die COPLANT-Studie soll Datenlücken schließen und wissenschaftlich basierte Ernährungsempfehlungen für eine gesunde und zugleich nachhaltige Lebensweise ermöglichen. Untersucht wird unter anderem, wie sich die einzelnen Ernährungsweisen auf die Körperzusammensetzung und die Knochengesundheit auswirken.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmern registrieren ihre Ernährung detailliert mit einer speziell für die Studie angepassten App. Anders als in bisherigen Studien könne hierbei auch der Verzehr von neuartigen veganen und vegetarischen Lebensmitteln umfassend ermittelt werden. Informationen zur Studie gibt es hier. (kaha)

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