Krankenkassen

TK bietet "NetzWerk psychische Gesundheit"

MÜNCHEN (sto). Die Ausgaben der Krankenkassen für die Behandlung ihrer Versicherten, die psychisch erkrankt sind, steigen seit Jahren. Die Techniker Krankenkasse (TK) hat deshalb jetzt ein Versorgungskonzept entwickelt, in dem neben den behandelnden Ärzten auch sozialpsychiatrische Dienste eine wichtige Rolle spielen.

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Bei der TK seien bundesweit die Ausgaben allein für die stationäre Versorgung psychisch Kranker in den vergangenen vier Jahren um 20 Prozent auf über 375 Millionen Euro gestiegen, berichtete Dr. Thomas Ruprecht bei einer gemeinsamen Fachtagung seiner Kasse mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in München. Nur die Fallkosten, die derzeit bei etwa 5000 Euro liegen, seien zuletzt leicht fallend gewesen.

Mit einem neuen Versorgungskonzept, das den Namen "NetzWerk psychische Gesundheit" trägt, sollen die Geldflüsse künftig durch eine integrierte wohnortnahe Versorgung in den ambulanten Bereich gelenkt werden, erläuterte Ruprecht. Vorrangiges Ziel sei eine bessere Versorgung.

"Das ist kein Sparmodell", sagte Ruprecht. Durch Kooperation mit Haus- und Fachärzten, Soziotherapeuten und Sozialarbeitern sowie kooperierenden Pflegediensten solle den Versicherten eine Versorgung auf der Grundlage eines IV-Vertrages nach Paragraf 140 SGB V angeboten werden, erklärte der Leiter der TK-Landesvertretung Bayern, Christian Bredl.

Nach ersten Erfahrungen mit bestehenden Projekten in Berlin und Bremen sollen den TK-Versicherten jetzt auch in München und in Augsburg entsprechende Versorgungsangebote gemacht werden. Erste Verträge seien bereits abgeschlossen, weitere Gespräche mit Anbietern, die in der gemeindepsychiatrischen Versorgung tätig sind, laufen. Das neue Versorgungskonzept sehe eine versichertenbezogene Pauschalvergütung mit Budgetverantwortung des Vertragsnehmers, einer Dienstleistungsgesellschaft der AWO, vor, erklärte Ruprecht.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Ein Rückschritt als Fortschritt

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