Krankenkassen

TK ebnet in elf Ländern Weg für Hausarztvertrag

BERLIN (sun). Der Deutsche Hausärzteverband und die Techniker Krankenkasse (TK) haben sich auf Eckpunkte eines überregionalen Vertrags zur hausarztzentrierten Versorgung geeinigt. Damit willigt die erste Ersatzkasse in einen Hausarztvertrag ein.

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Die TK zieht einen ausgehandelten Vertrag einer Schiedsvereinbarung vor. © DeVIce / fotolia.com

Die TK zieht einen ausgehandelten Vertrag einer Schiedsvereinbarung vor. © DeVIce / fotolia.com

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"Uns war es wichtig, durch eigene Verträge gestalten zu können, statt lediglich die zu erwartenden Schiedssprüche umzusetzen", sagte TK-Chef Professor Norbert Klusen am Mittwoch in Berlin. Nur so könne man das Bestmögliche für die Versicherten erreichen.

Auf Basis der Eckpunkte - wie zusätzliche Abendsprechstunden, kürzeren Wartezeiten und der Förderung von Hausbesuchen - wollen elf Landesverbände des Hausärzteverbands und die TK bis Anfang Mai Verträge schließen. Nicht dabei sind bisher Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern.

Die Vergütungsstruktur soll aus einer kontaktunabhängigen Pauschale, Betreuungspauschalen sowie Zuschlägen und Einzelleistungen bestehen. Der Fallwert beträgt maximal 76 Euro pro Versicherten und Quartal, so der Chef des Deutschen Hausärzteverbands Ulrich Weigeldt. Dieser Vergütungsanspruch sei aber vorbehaltlich der Honorarbereinigung mit den Kassenärztlichen Vereinigungen.

Die Ersatzkassen haben bisher Vollversorgungsverträge mit dem Hausärzteverband abgelehnt. "Die Techniker Krankenkasse hat der Pflicht zum Abschluss eines Hausarztvertrags immer skeptisch gegenübergestanden", betonte Klusen. DAK und Barmer/GEK hatten im Vorfeld erklärt, sie wollten an ihrer bisherigen Position zu Hausarztverträgen festhalten.

Die KBV sieht den Vertrag nicht als Absage an das KV-System. "Die TK trägt lediglich den gesetzlichen Rahmenbedingungen Rechnung", betonte KBV-Sprecher Dr. Roland Stahl. Man sei gespannt, welche innovativen Elemente der Vertrag konkret enthalte. Unterdessen geht der Hausärzteverband in Mecklenburg-Vorpommern einen eigenen Weg und hat für seinen Hausarztvertrag mit den Betriebskassen die KV als Partner gewählt.

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