Direkt zum Inhaltsbereich

Hausärzteverband

"Theater um den EBM ist eine Katastrophe"

Veröffentlicht:

BERLIN. Die erneute Diskussion über eine Verschiebung des neuen EBM ist für den Deutschen Hausärzteverband ein Zeichen für die "mangelnde Problemlösungskraft" des KV-Systems.

Auch wenn einige hausärztliche KV-Vorstände versucht hätten, Verbesserungen des EBM umzusetzen, zeigten die aktuellen Vorgänge, "wie veraltet, verkrustet und in seiner unüberschaubar gewordenen Komplexität nicht reformierbar das Körperschaftsmodell sei", heißt es in einer Mitteilung des Verbandes.

Für die Hausärzte sei das "EBM-Theater eine Katastrophe", so der Vorsitzende des Hausärzteverbandes Ulrich Weigeldt. "Sie wissen nicht, nach welchem System sie in zwei Wochen abrechnen sollen", kritisierte er.

Nach Auffassung des Hausärzteverbandes sind die wirtschaftlichen Folgen des neuen EBM im Einzelnen kaum bezifferbar. Nach Berechnungen der KBV würden die Umverteilungen bei 14 Prozent der Hausarztpraxen zu Verlusten führen - dies seien 7500 Praxen.

Auch die Versuche einzelner KVen, die gröbsten Unwuchten zu beseitigen, könne das "gigantische Umverteilungsszenario nicht auf einen geraden Kurs bringen", so Weigeldt. (eb)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kolumne aus Berlin

Die Novelle der GOÄ kommt – echt jetzt?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Sechs Monate längeres Gesamtüberleben

Daraxonrasib beim Pankreaskarzinom: Besser als die Chemotherapie?

Medikalisierung und Desinformation

Wie Social Media elterliche Entscheidungen prägt

Lesetipps
Tollwut-Impfung: Bei wem zahlt die Krankenkasse?

© Porträt: BVKJ | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Tollwut-Impfung: Bei wem zahlt die Krankenkasse?

Harnwegsinfekt bei einem Mann

© anut21ng Stock / stock.adobe.com

Leitlinie der Europäischen Gesellschaft für Urologie

Neue Klassifikation von Harnwegsinfektionen räumt mit Missverständnissen auf